Konzerthallen suchen Ausweg aus Krise: Neues Konzept in Köln

Die Corona-Pandemie hat große Konzerte in den vergangenen Monaten unmöglich gemacht - mal abgesehen von eigenwilligen Events in Autokinos. Hallenbetreiber tüfteln mittlerweile an Hygienekonzepten, um wieder Auftritte vor Publikum möglich zu machen - mit Erfolg.

18.06.2020, 02:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Große Konzerthallen in Nordrhein-Westfalen arbeiten an Auswegen aus der Corona-Krise. In Köln wird heute (14 Uhr) ein neues Konzept vorgestellt, das Konzerte, Comedy und Kultur vor einem Livepublikum in der Lanxess-Arena ermöglichen soll - trotz der Pandemie. Schon am Samstag soll das erste Konzert mit Popsänger Wincent Weiss stattfinden.

Geplant ist, die Fans über ein ausgeklügeltes System so durch die Arena zu leiten, dass das Aufeinandertreffen von zu vielen Menschen vermieden wird. Im Innenraum sollen sie dann zum Beispiel in speziellen, abgetrennten Boxen sitzen. Zudem soll die nach eigenen Angaben größten Multifunktionsarena Deutschlands zunächst nur fünf bis zehn Prozent ihrer Gesamtkapazität nutzen - normalerweise passen 20 000 Menschen rein.

Aber nicht nur in Köln hat man sich bereits Gedanken gemacht. Die König-Pilsener-Arena in Oberhausen befindet sich nach Angaben einer Sprecherin in einem Genehmigungsverfahren mit der Stadt, um wieder Live-Vorstellungen für bis zu 1000 Personen anbieten zu können. Die Düsseldorfer Firma D.LIVE, die unter anderem die Merkur Spiel-Arena und den ISS Dome betreibt, hat nach eigenen Angaben ebenfalls ein Konzept erarbeitet, das auch schon genehmigt wurde. „In der aktuellen Situation stehen für uns jedoch Kosten und Nutzen noch in keinem Verhältnis“, erklärte Geschäftsführer Michael Brill.

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