Kölns Manager Heldt: Fußball-Länderspiele derzeit „Wahnsinn“

Kölns Manager Horst Heldt hat sich deutlich gegen Fußball-Länderspiele in der aktuellen durch die Auswirkungen des neuartigen Coronavirus geprägten Situation positioniert. Er erachte Länderspiele derzeit als „absoluten Wahnsinn“, sagte Heldt nach der 1:2-Niederlage der Kölner im rheinischen Derby bei Borussia Mönchengladbach am Mittwochabend. „Ich glaube, dass FIFA und UEFA so langsam auch aus ihrer Deckung kommen sollten und sich nicht verstecken sollten.“ Die Bundesliga legt nach dem 27. Spieltag, der am 22. März endet, eine Länderspielpause ein.

11.03.2020, 21:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kölns Manager Horst Heldt sitzt auf der Trainerbank. Foto: Andreas Gora/dpa/Archivbild

Kölns Manager Horst Heldt sitzt auf der Trainerbank. Foto: Andreas Gora/dpa/Archivbild

Heldt sagte: „Ich halte es schon für bedenklich, mit welchen Rahmenbedingungen wir uns auseinandersetzen müssen bezüglich der Länderspielabstellungen, dass wir Spieler haben, die um die Welt reisen.“ Von den internationalen Verbänden höre und sehe man derzeit nichts. „Wir müssen uns Gedanken machen, dass die Spieler gesperrt werden, wenn wir sie nicht schicken“, sagte der 50-Jährige. Das sei für ihn „der Oberwitz schlechthin“.

Zum weiteren Umgang mit der Epidemie und den Auswirkungen auf den Bundesliga-Spielplan sagte Heldt: „Ich sehe das ähnlich wie die meisten Kollegen, dass wir auf jeden Fall zu Ende spielen sollten.“ Die Saison abzubrechen, „da könnte ich am wenigsten mit anfangen. Ob sie im Mai zu Ende gespielt wird, werden wir sehen. Vielleicht spielen wir die Europameisterschaft einfach nicht in diesem Jahr, sondern im nächsten Jahr. Das würde uns allen Luft verschaffen.“

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