Kölns Gisdol wundert sich über Stuttgarter „Understatement“

Trainer Markus Gisdol vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln wundert sich vor dem Spiel am Freitagabend (20.30/DAZN) beim VfB Stuttgart über die Aussagen des Gegners. „Da herrscht die klassische Euphorie eines Aufsteigers. Aber es wird ein bisschen auf Understatement gemacht und versucht, uns die Favoritenstelle zuzuschieben“, sagte der Schwabe Gisdol: „Da wird etwas viel geredet über Ausfälle. Das kann ich nicht ganz nachvollziehen, weil sie fast die ganze Mannschaft zur Verfügung haben.“ Aufsteiger Stuttgart hat nach vier Spielen schon sieben Punkte auf dem Konto, der FC erst einen.

22.10.2020, 11:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kölns Trainer Markus Gisdol beobachtet ein Spiel. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Kölns Trainer Markus Gisdol beobachtet ein Spiel. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Grundsätzlich will Gisdol aber nicht von einem Fehlstart sprechen. „Unsere Gesellschaft neigt dazu, nach zwei Spieltagen Fehlstarts zu projizieren. Wenn wir acht oder zehn Spiele rumhaben, dann haben wir einen Start“, erklärte der Coach, für den sich die personelle Lage entspannt hat. „Die Liste derer, die fehlen, ist inzwischen kürzer als derer, die dabei sind“, sagte Gisdol. Es fehlen noch Jonas Hector und Marco Höger, fraglich ist Abwehrspieler Rafael Czichos.

Auf die Unterstützung sämtlicher Freunde und Bekannten kann der 51-Jährige diesmal aber nicht vertrauen. „Viele von ihnen sind natürlich VfB-Fans“, sagte Gisdol lachend: „Dass da ein paar weniger gute Wünsche kommen, merke ich die Woche über schon. 'Bis auf dieses Spiel' heißt es dann immer.“ Der in Geislingen geborene Gisdol trainierte beim VfB von 2005 bis 2007 die U17, in der damals unter anderem der heutige Stuttgart Profi Daniel Didavi spielte.

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