Köln feiert das Nicht-Feiern an Karneval

Köln hat laut einer Bilanz von Stadt und Polizei einen extrem ruhigen Karnevalsauftakt in Corona-Zeiten erlebt. Der Mittwoch, der 11.11., sei „ein Tag wie jeder andere auch“ gewesen, teilten die Behörden am Tag danach mit - und zeigten sich deswegen geradezu euphorisch. Die „Verantwortung jedes und jeder Einzelnen für sich selbst und für die Gesellschaft insgesamt“ habe gesiegt, erklärte Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) am Donnerstag. „Das macht mich stolz - und ich danke allen Menschen, die nicht nach Köln gekommen sind, nicht gefeiert haben, nicht geschunkelt und nicht gesungen haben.“

12.11.2020, 17:02 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Polizei war „überwältigt“ und erklärte, die Beamten hätten während des gesamten Einsatzes keine Strafanzeigen aufnehmen und keine „Freiheitsentziehungen mit Karnevalsbezug“ durchführen müssen. Das Ordnungsamt berichtete nur von wenigen Verstößen. Wegen Alkoholkonsums im öffentlichen Raum seien sechs Personen angesprochen worden, in vier Fällen werde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Wegen Verstößen gegen das Alkoholverkaufsverbot seien zwei Betriebe überprüft worden, einen erwarte nun ein Bußgeldverfahren.

In Köln - das normalerweise am 11.11. von Hunderttausenden Karnevalstouristen besucht wird - waren alle Veranstaltungen abgesagt worden, in der ganzen Stadt galt ein Alkoholverbot auf der Straße. Damit wollte man verhindern, dass sich das Coronavirus weiter ausbreiten kann.

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