Knöllchen an Ladenkasse bezahlen: Köln startet Pilotbetrieb

Ein Knöllchen fürs Falschparken muss zügig beglichen werden. Köln will seinen Parksündern nun die Überweisung des Geldes erleichtern - an der Ladenkasse.

29.07.2020, 01:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Knöllchen steckt bei Regen unter dem Scheibenwischer eines Autos, das falsch geparkt wurde. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB

Ein Knöllchen steckt bei Regen unter dem Scheibenwischer eines Autos, das falsch geparkt wurde. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB

Falschparker in Köln können ihre Knöllchen künftig auch einfach an vielen Ladenkassen im Einzelhandel begleichen. Die Stadt startet dazu ein einjähriges Pilotprojekt, wie die Verwaltung mitteilte. Ziel sei es, „das Bezahlen von Verwarngeldern für Parkverstöße einfacher zu gestalten“. Wer ein Knöllchen kassiert hat, könne es dann einfach zusammen mit seinen anderen Einkäufen bezahlen. Eine gesonderte, etwas umständlichere Überweisung sei nicht mehr notwendig. Wie das System genau funktionieren soll, will die Stadt heute erklären.

Nach Angaben des Städte- und Gemeindebundes ist bislang keine andere Kommune bekannt, in der ein ähnliches System bereits praktiziert wird. Köln hatte den geplanten Pilotbetrieb bereits Anfang des Jahres angekündigt und sich mit einem entsprechenden Dienstleister zusammengetan. Damals hieß es, dass auch die Ausweitung auf andere Verwaltungsbereiche mit Geldtransfer denkbar sei - etwa auf die Auszahlungen von Leistungen des Sozialamtes.

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