Kitas mit Einschränkungen wieder offen

Monatelang konnten viele Kinder ihre Kitas nur sehnsüchtig von außen betrachten. Jetzt geht es für alle wieder los - wenn auch unter strengen Auflagen. Der Bewegungsraum ist kleiner und gesungen wird vielfach auch nicht - dennoch leuchteten viele Kinderaugen.

08.06.2020, 14:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Spielzeug liegt in einer Kindertagesstätte auf dem Boden. Foto: Monika Skolimowska/dpa/Illustration

Spielzeug liegt in einer Kindertagesstätte auf dem Boden. Foto: Monika Skolimowska/dpa/Illustration

Eltern und Kinder können aufatmen - der eingeschränkte Regelbetrieb in Kitas ist nach monatelanger Corona-Zwangspause am Montag wieder angelaufen. „Die Eltern, Kinder und auch wir, alle sind froh, dass es - zwar mit Einschränkungen - wieder losgeht“, erklärte Marek Körner, Geschäftsleiter beim großen Kita-Träger Fröbel in Köln. Zwar nannte Körner die Kita-Öffnungen während der Corona-Pandemie eine „schwierige Zeit“, aber die Kindergärten seien gut vorbereitet. „So dass wir eine relativ gute Absicherung haben.“

Die Kinder seien sogenannten Bezugsgruppen zugeordnet worden, die sie nicht verlassen dürften. Diese strikte Trennung gelte für die Innen- wie die Außenräume. Außerdem sei der Bewegungsraum der Kinder stark minimiert. „Früher war das pädagogische Angebot über die ganze Kita verteilt, jetzt ist alles auf einen Raum beschränkt.“ Zudem waschen sich Körner zufolge die Kinder „etwa alle 20 Minuten die Hände“ und auch das Singen in der Gruppe falle in den Fröbel-Kindergärten weg, um die Ansteckungsgefahr zu verringern.

In der evangelischen Kindertagesstätte „Wasserblecher Kinder“ in Köln-Rath wird dagegen weiter gesungen, aber auch dort gelten zahlreiche Auflagen zur Verhinderung von Infektionen. Vor dem Betreten der Kita wird beispielsweise Fieber gemessen. Auch hier dürfen Kinder nicht außerhalb ihrer Gruppen spielen. Nichtsdestotrotz seien die Erzieherinnen sehr froh, die Kinder wieder in den Kita-Räumen zu sehen. So wie die Kinder: „Es gab heute Morgen ganz viele strahlende Kinderaugen“, sagte die Leiterin der Kita, Melani Hemstedt.

Wegen der Corona-Pandemie galt in NRW seit Mitte März abseits der Notbetreuung ein Betretungsverbot für Kitas. Am 28. Mai wurden die Türen in einem ersten Schritt wieder für Vorschulkinder geöffnet. Nun dürfen alle anderen Kinder dazu kommen. Der eingeschränkte Regelbetrieb soll zunächst bis zum 31. August gelten.

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