Kitas in Köln und Siegen zum Wochenstart geöffnet

Zum Schutz vor dem Coronavirus sollen Kitas in NRW ab Montag eigentlich geschlossen bleiben. Köln und Siegen machen da Ausnahmen. Auch regt sich Unmut über die Entscheidung der Landesregierung.

14.03.2020, 09:10 Uhr / Lesedauer: 1 min

Trotz eines von der NRW-Landesregierung angekündigten Betretungsverbots sollen Kitas in Köln und Siegen zu Beginn der kommenden Woche zunächst noch geöffnet bleiben. Am Montag und Dienstag seien noch alle Kindertagesstätten offen, teilte die Stadt Köln mit. „Die Stadt appelliert jedoch an die Eltern, ihre Kinder auch schon an diesen beiden Tagen nach Möglichkeit zu Hause zu betreuen“, hieß es.

Der Kreis Siegen-Wittgenstein erklärte, alle Kindertageseinrichtungen und Tagespflegestellen am Montag öffnen zu lassen. Das gelte für die Kinder, „deren Eltern in der Kürze der Zeit keine Betreuung gefunden haben“. Die Entscheidung der Landesregierung stelle „viele Eltern, aber auch die Jugendämter der Stadt Siegen und des Kreises Siegen-Wittgenstein vor eine große Herausforderung“, hieß es. Wie es danach weitergeht, will der Kreis am Montag beraten.

Wegen der Coronavirus-Epidemie hatte die Landesregierung am Freitag erklärt, dass ab Montag landesweit alle Schulen und Kitas geschlossen bleiben sollen. Für Schüler gilt dabei: Sie können noch bis Dienstag in der Schule betreut werden, damit die Eltern Zeit für die Klärung der Betreuungsfrage haben.

Der Geschäftsführer des Städtetages Nordrhein-Westfalen, Helmut Dedy, sagte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: „Wir sind als Städtetag NRW mit dem Land darüber im Gespräch, wie die von der Landesregierung angekündigten Regelungen für Schulen und Kitas in der kommenden Woche praktisch umgesetzt werden können. Das Land hat uns dazu für das Wochenende weitere Erläuterungen angekündigt.“

Die Stadt Dortmund erklärte, am Freitag überrumpelt worden zu sein. „Diese Entscheidungen der Landesregierung kamen für die Stadt Dortmund völlig überraschend; sie wurden zuvor weder besprochen noch angekündigt“, hieß es. Die Stadt kündigte an, die Regelungen zu Schulen und Kitas zu prüfen.

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