Corona in Dingolfing-Landa: Keine Reisebeschränkungen in NRW

Nach dem Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming müssen Menschen aus dem Landkreis Dingolfing-Landau keine Reisebeschränkungen in Nordrhein-Westfalen befürchten. „Da nach den uns derzeit vorliegenden Informationen das Infektionsgeschehen in Mamming klar eingrenzbar ist und rasch Maßnahmen ergriffen wurden, halten wir ein Beherbergungsverbot für alle Bewohner des Landkreises in Nordrhein-Westfalen für nicht verhältnismäßig“, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag auf Anfrage.

28.07.2020, 18:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach Angaben Laumanns tauschten sich die Ministerpräsidenten von Bayern und NRW, Markus Söder (CSU) und Armin Laschet (CDU), am Dienstag in einem Telefonat aus. „Für uns steht fest: Menschen aus dem Landkreis Dingolfing-Landau dürfen nicht stigmatisiert werden“, sagte Laumann. „Der Zusammenhalt über Landesgrenzen hinaus ist in diesen Zeiten wichtiger denn je.“

Der Corona-Ausbruch in Mamming zeige einmal mehr, „dass wir weiterhin mit lokalen Infektions-Hotspots rechnen müssen“, sagte Laumann. Die bayerische Staatsregierung wende „viele der Maßnahmen an, die sich auch bei unserem Vorgehen in Gütersloh bewährt haben“. Auch in Mamming sei ähnlich wie nach dem Corona-Ausbruch in der Tönnies-Fleischfabrik im Juni Quarantäne für alle Beschäftigten und deren Angehörige angeordnet worden. Hinzu kämen umfangreiche Testungen. NRW werde das Infektionsgeschehen weiter beobachten und - sofern notwendig - Maßnahmen ergreifen.

Bund und Länder hatten sich Ende Juni als Reaktion auf den Corona-Ausbruch bei Tönnies auf Einschränkungen für Reisende aus deutschen Risikogebieten verständigt, die den Grenzwert von mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern innerhalb der letzten 7 Tage überschreiten. Die konkreten Regelungen sind allerdings Ländersache.

Nach dem Corona-Ausbruch auf dem Gemüsehof in Mamming lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen in Dingolfing-Landau bei 191. Sie ist damit fast viermal so hoch wie der Grenzwert 50.

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