Keine RAF-Spur nach Überfall auf Geldtransporter in Krefeld

Nach dem Überfall auf einen Geldtransporter in Krefeld ist unklar, ob es sich bei den Tätern um ehemalige RAF-Terroristen handelt. „Wir haben keine Hinweise darauf, können es aber auch nicht ausschließen“, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Die Polizei setzte eine zehnköpfige Ermittlungskommission ein.

11.03.2020, 15:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Foto der Polizei zeigt einen ausgebrannten Fluchtwagen. Foto: ---/Polizei Krefeld/dpa

Das Foto der Polizei zeigt einen ausgebrannten Fluchtwagen. Foto: ---/Polizei Krefeld/dpa

Die Höhe der erbeuteten Summe teilte die Polizei weiterhin nicht mit. Die maskierten und bewaffneten Gangster waren am Dienstag mit einer Geldkassette entkommen, als Mitarbeiter eines Geldtransportunternehmens einen Baumarkt verlassen hatten und zu ihrem besonders gesicherten Transporter gingen.

Das Fluchtauto zündeten die Täter einige Straßen weiter an, es brannte komplett aus. Die Kennzeichen KR-CA 784 des ausgebrannten Wagens entpuppten sich als gestohlen. Wie die Täter weiter flüchteten, ist derzeit unklar. Die Täter waren Zeugen zufolge mit Sturmhauben maskiert. Einer habe eine Pistole, einer ein Sturmgewehr bei sich geführt.

Die Ex-Terroristen Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette sind verdächtig, eine Serie von neun bis zwölf Überfällen auf Geldtransporte begangen zu haben. Vermutlich finanzieren sie sich damit seit 1999 ihr Leben im Untergrund. Garweg, Klette und Staub sollen zur sogenannten dritten Generation der RAF gehört haben. Zuletzt wurden sie mit einem Überfall in Stuhr bei Bremen 2016 in Verbindung gebracht.

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