Keine neuen Hinweise nach Säure-Angriff

Wer hinter dem Säure-Anschlag auf Innogy-Manager Bernhard Günther steckte, ist noch immer nicht geklärt. Günther setzte neue Hoffnung in einen weiteren Zeugenaufruf und die Auslobung von 100 000 Euro Belohnung. Doch bisher blieb beides ohne Erfolg.

04.07.2020, 09:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Plakat, das zu Hinweisen zum Säureangriff aufruft. Foto: David Young/dpa/Archivbild

Ein Plakat, das zu Hinweisen zum Säureangriff aufruft. Foto: David Young/dpa/Archivbild

Knapp vier Wochen nach einem neuen Zeugenaufruf und einer hohen Belohnung des Unternehmens Innogy sind bei der Staatsanwaltschaft keine konkreten Hinweise auf den Säure-Angriff gegen Manager Bernhard Günther eingegangen. Die Staatsanwaltschaft in Wuppertal beabsichtigt, die Ermittlungen abzuschließen, „soweit sämtliche Spuren ausgewertet sind und sich nicht weitere Ermittlungsansätze ergeben“, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

Demnach gab es nach einer Plakataktion und der Auslobung von 100 000 Euro Belohnung nur einige bislang nicht zielführende Hinweise. Sollten die Ermittlungen zunächst abgeschlossen werden, würden sie bei neuen Beweismitteln und Spuren jederzeit wieder aufgenommen werden, so die Staatsanwaltschaft.

Günther war im März 2018 in einem Park in seinem Wohnort Haan von zwei Männern angegriffen und durch Säure im Gesicht schwer verletzt worden. „Bei diesem hinterhältigen Anschlag handelt es sich mutmaßlich um eine Auftragstat“, unterstrich Innogy zu Beginn der neuen Hinweissuche. Die Belohnung solle daher „zur Ergreifung der Tatausführenden, zur Ermittlung möglicher Mittelsmänner und insbesondere zur Überführung der Auftraggeber des Anschlags führen“.

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