Keine Großpartys und Ischgl-Feten auf absehbare Zeit

Ausnahmen vom Verbot von Großveranstaltungen bis Ende Oktober müssen nach den Worten des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) von Fall zu Fall entschieden werden. Laschet sagte am Mittwoch nach einem Treffen der Länderregierungschefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie: „Was sicher auf absehbare Zeit nicht geht, sind Großpartys, sind Ischgl-Ereignisse oder etwas Ähnliches, wo Alkohol und Enge miteinander verbunden sind.“

17.06.2020, 21:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Aber etwa Konzertveranstaltungen, wo man wisse, wer teilnehme, wie die Abstände untereinander seien - „über sowas wird man nachdenken können. Und das liegt dann an jedem Gesundheitsamt zu beurteilen, sind die Konzepte so, dass man so etwas genehmigen kann“, argumentierte der CDU-Vize und Bewerber um den Parteivorsitz.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) unterstrich, mit dem ersten persönlichen Treffen der Politiker bei der Kanzlerin werde deutlich, dass man in eine Normalisierung gehe. „Das heißt aber nicht, dass damit das Virus ungefährlich geworden wäre. Es heißt auch nicht, dass das Virus nicht mehr da wäre.“ Er fügte hinzu: „Das Virus darf nicht am Ende darüber bestimmen, wie wir leben. Sondern wir müssen bestimmen, wie wir das Virus eindämmen und zurückdrängen und keine weitere Infektionsrate auf uns zu rasen lassen. Also nicht leichtfertig werden, aber nicht ständig mit Angst arbeiten. Angst ist ein schlechter Ratgeber. Vernunft ist ein guter Ratgeber.“

Er „fahre jedenfalls vergnügt in mein Heimatland zurück und sage, das ist eine gute Arbeitsgrundlage, um jetzt die nächsten Schritte zu machen“. Ramelow war in die Kritik geraten, weil er in den Augen anderer Ministerpräsidenten die Kontaktbeschränkungen zu schnell und zu weitgehend vorangetrieben habe.

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