Kein schlechtes Kölner Gewissen trotz 1:6 in Bremen

Vorwürfe aus Düsseldorf gab es keine. Ein Geschmäckle hat die Kölner Leistungsverweigerung beim 1:6 (0:3) bei Werder Bremen dennoch. Dass der Abstieg der in Köln ungeliebten Fortuna aus Düsseldorf und Bremens Sprung auf den Relegationsrang dadurch entscheidend begünstigt wurden, wollte FC-Trainer Markus Gisdol so aber nicht stehen lassen. „Jeder ist für seine Saison selbst verantwortlich“, sagte Gisdol trotzig in Richtung Düsseldorf.

28.06.2020, 12:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
FC-Trainer Markus Gisdol blickt zu Boden. Foto: Carmen Jaspersen/dpa

FC-Trainer Markus Gisdol blickt zu Boden. Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Da die Fortuna zeitgleich ebenfalls 0:3 bei Union Berlin verlor, mag das stimmen. Als unglücklich könnte man Gisdols Aussage trotzdem werten. Als Coach der TSG Hoffenheim profitierte Gisdol einst am letzten Spieltag 2013 von einem überraschenden 2:1 am letzten Spieltag bei Borussia Dortmund. Leidtragender und Absteiger damals: Fortuna Düsseldorf. Vor sieben Jahren blaffte Gisdol den damaligen BVB-Coach Jürgen Klopp an, warum der sich über die Leistung seines Teams so aufrege, für ihn gehe es doch um nichts mehr.

Noch bereitwilliger als einst der BVB ließen sich die Kölner in Bremen die Tore einschenken. Von den vorherigen Beteuerungen, am 34. Spieltag trotz der bereits feststehenden Rettung noch einmal alles raushauen zu wollen, war nichts zu spüren. „Wir wussten, dass wir eine gewisse Verantwortung gegenüber anderen Mannschaften hatten. Das war von Minute eins an zu wenig“, räumte FC-Profi Marco Höger ein.

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