Kein Friseurbesuch: Arminia-Trainer Neuhaus als Vorbild

Manche Fußball-Profis lassen den Friseur extra zu sich kommen, Trainer Uwe Neuhaus von Zweitliga-Tabellenführer Arminia Bielefeld nimmt auch in dieser Hinsicht seine Vorbildrolle sehr ernst. „Ich war seit drei Monaten nicht beim Friseur. Ich muss inzwischen jede Menge Kleister reinmachen, damit die Friese hält“, sagte Neuhaus am Freitag und kündigte an, die Haare mindestens bis zum Saisonende nicht schneiden zu lassen. „Wir unterliegen Regeln, die ich als Verantwortlicher für die Mannschaft nicht brechen möchte. Das ist mein persönlicher Anspruch, den ich an mich habe und den ich durchziehe bis zum Ende“, erklärte der 60-Jährige.

05.06.2020, 13:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Trainer Uwe Neuhaus von Bielefeld steht vor dem Anpfiff auf dem Spielfeld. Foto: Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa/Archivbild

Trainer Uwe Neuhaus von Bielefeld steht vor dem Anpfiff auf dem Spielfeld. Foto: Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa/Archivbild

Auch sportlich will der Trainer des Überraschungs-Spitzenreiters die Saison sachlich zu Ende spielen. „Natürlich muss ich mich aus beruflichen Gründen damit beschäftigen, alleine schon wegen der Kader-Planung“, sagte er zu einem möglichen Aufstieg. „Persönliche Träumereien, wie es wäre, in der Bundesliga zu trainieren, erlaube ich mir, wenn wir es wirklich geschafft haben.“

Das 5:1 im Hinspiel beim 1. FC Nürnberg, der am Samstag (13.30 Uhr/Sky) nach Bielefeld kommt, bezeichnete Neuhaus als „Meilenstein. Seitdem sind wir Tabellenführer, und die Mannschaft ist richtig gut damit umgegangen“, sagte Neuhaus: „Bei Unterbrechungen wie in der Winterpause oder Corona-Pause hat man Zeit, darüber nachzudenken. Aber die Mannschaft hat gezeigt, dass sie von sich überzeugt ist und nicht darüber nachdenkt, wie nahe der Zweite rangekommen ist.“

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