Streit um Corona-Test nach Reise: Laschets Test negativ

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat Vorwürfe der SPD zurückgewiesen, weil er keinen Corona-Test nach seiner Rückkehr aus Griechenland gemacht habe. „Diese Aussage, die sie übrigens da tätigt, ist falsch“, sagte Laschet am Donnerstag. Nach dpa-Informationen hatte sich Laschet tatsächlich nach seiner Rückkehr testen lassen. Das Ergebnis war demnach negativ.

06.08.2020, 09:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty (SPD) hatte der „Neuen Westfälischen“ gesagt, er hätte „von einem Ministerpräsidenten mit Vorbildfunktion erwartet, dass er sich nach seiner Rückkehr sofort testen lässt. Er hätte damit ein wichtiges Zeichen setzen können“. Bereits am Mittwoch hatte der SPD-Landesverband Laschet den Vorwurf gemacht, keinen Test gemacht zu haben.

Die Partei bezog sich dabei auf einen Facebook-Eintrag der Landesregierung: Die hatte einem Nutzer, der von der Delegation eine Quarantäne von zwei Wochen gefordert hatte, mit den allgemeinen Bestimmungen geantwortet: Es bestehe „kein Grund, dass der Ministerpräsident und seine Delegation nach Rückkehr einen Pflichttest machen müssen oder sich in Quarantäne begeben, da weder Lesbos und das Flüchtlingslager noch weitere Teile Griechenlands Risikogebiete sind“.

Der Eintrag entstand allerdings, als Laschet noch in Griechenland war. Nach seiner Landung ließ er sich testen. Das Ergebnis war negativ - wie es nach dpa-Informationen auch bei vorigen Tests war, die Laschet aus Vorsicht und ohne Symptome hatte machen lassen.

Der Ministerpräsident hatte am Donnerstag die verpflichtenden Tests, die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angekündigt worden waren, begrüßt. Er verwies zudem auf die freiwilligen Tests, die unter anderem an Flughäfen in NRW bereits möglich sind. Bei der Vorstellung des Abschlussberichts der „Bosbach-Kommission“ hatte Laschet am Donnerstag auf die Vorwürfe der SPD reagiert. In Bezug auf verpflichtende und freiwillige Tests von Reise-Rückkehrern sagte Laschet: „Eine solch ernste Frage sollte man nicht mit parteipolitischen Spielereien verbinden, wie das die SPD am heutigen Tag tut.“

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