Der Warnstreik am Dienstag: Kein Bus- und Straßenbahnverkehr in vielen Städten

Streik

Pendler und Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs traf der Warnstreik schon am Montag hart. Am Dienstag fahren sogar noch weniger Busse und Bahnen - und der Streik trifft auch andere Bereiche.

NRW

20.10.2020, 11:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Am Montag wurden bereits Teile des Nahverkehrs in vielen NRW-Städten durch den Warnstreik lahmgelegt - am Dienstag sollen noch mehr Betriebe davon betroffen sein.

Am Montag wurden bereits Teile des Nahverkehrs in vielen NRW-Städten durch den Warnstreik lahmgelegt - am Dienstag sollen noch mehr Betriebe davon betroffen sein. © picture alliance/dpa

In vielen Städten in Nordrhein-Westfalen hat ein Warnstreik der Beschäftigen des Öffentlichen Nahverkehrs am Montag dafür gesorgt, dass Busse und Bahnen in den Depots blieben. Insgesamt hätten knapp 8000 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt, berichtete die Gewerkschaft Verdi am Montag.

Am Dienstag müssen noch mehr Bürger ohne Busse und Bahnen auskommen. Denn Warnstreiks legen den öffentlichen Verkehr in allen NRW-Städten weitgehend lahm.

Doch auch in anderen Bereichen wird am Dienstag gestreikt. So trifft der Warnstreik in Dortmund nicht nur den ÖPNV, sondern auch die Müllabfuhr, ebenso in Castrop-Rauxel. In Lünen sind Kitas von der Arbeitsniederlegung betroffen. Bürgerinnen und Bürger in Werne sowie ebenfalls in Lünen müssen sich darauf einstellen, dass Sparkassen geschlossen bleiben. Auch Haltern sind mehrere Betriebe von den Streiks betroffen. In Dorsten wird der Betriebshof bestreikt.

Bereits am Montag hatten in vielen Städten in NRW U-Bahnen, Straßenbahnen- und Buslinien den Verkehr eingestellt. So etwa in Düsseldorf. In Köln fuhren laut den Verkehrsbetrieben keine Stadtbahnen, Busse waren nur vereinzelt unterwegs. Auch in Essen, Mülheim an der Ruhr und etlichen anderen Städten standen Busse und Bahnen. Allerdings war der Streik nicht flächendeckend. Etwa in Dortmund, Duisburg oder Bochum rollte laut Verdi der Nahverkehr.

Forderung nach fünf Prozent mehr Lohn

Hintergrund der Arbeitsniederlegungen: Verdi fordert für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen bei einer einjährigen Laufzeit 4,8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat. Die Arbeitgeber hatten zuletzt schrittweise Lohnerhöhungen von insgesamt 3,5 Prozent bei einer Laufzeit von drei Jahren angeboten.

rej mit dpa

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