Karstadt Kaufhof: Heil gegen „radikale Abbaupläne“

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat die Beteiligten bei Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) dazu aufgefordert, bei der Sanierung des Unternehmens auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. „Ich erwarte, dass von pauschalen Kürzungsplänen auf dem Rücken der Beschäftigten Abstand genommen wird“, sagte Heil laut einer Mitteilung seines Ministeriums am Freitag. Zudem sollten Zukunftskonzepte für die von der Schließung bedrohten Filialen entworfen werden. Eigner und Gläubiger seien in der Pflicht, keine „radikalen Abbaupläne“ zu verfolgen, sondern in den Erhalt von Arbeitsplätzen und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu investieren.

19.06.2020, 16:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Logo einer Kaufhof-Filiale ist am Morgen unbeleuchtet. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

Das Logo einer Kaufhof-Filiale ist am Morgen unbeleuchtet. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

Wie am Donnerstag bekanntgeworden war, sollen bei dem angeschlagenen Warenhauskonzern 62 der 172 Filialen sowie zwei Schnäppchencenter geschlossen werden. Rund 6000 der insgesamt 28 000 Mitarbeiter könnten ihre Arbeitsplätze verlieren.

„Falls es zu personellen Anpassungsmaßnahmen kommt, erwarte ich, dass ein entsprechender Sozialplan vereinbart wird“, sagte Heil. Der Sozialplan müsse die Voraussetzungen für Unterstützungsmaßnahmen durch die Bundesagentur für Arbeit schaffen. Der Minister nannte in dem Zusammenhang finanzielle Unterstützung für Qualifizierung und Weiterbildung.

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