Kampagne „Das Gute findet Innenstadt“ soll Aschebergs lokalen Handel stärken

Wirtschaft

Unter dem Motto „Das Gute findet Innenstadt“ soll auch der lokale Handel in Ascheberg unterstützt werden. Bürgermeister und Wirtschaftsförderer werben für die Kampagne eines regionalen Bündnisses.

04.12.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bürgermeister Thomas Stohldreier (l.) und Wirtschaftsförderer Helmut Sunderhaus werben für den Einkauf vor Ort in Ascheberg mit dem Slogan „Das Gute findet Innenstadt“.

Bürgermeister Thomas Stohldreier (l.) und Wirtschaftsförderer Helmut Sunderhaus werben für den Einkauf vor Ort in Ascheberg mit dem Slogan „Das Gute findet Innenstadt“. © Gemeinde Ascheberg

Aschebergs Bürgermeister Thomas Stohldreier und der Wirtschaftsförderer Helmut Sunderhaus unterstützen die Kampagne „Das Gute findet Innenstadt“ des regionalen Bündnisses der IHK Nord Westfalen, der Handwerkskammer Münster, des Handelsverbands, des Münsterland e.V. und der WIN Emscher-Lippe.

Stohldreier und Sunderhaus rufen zum Einkauf vor Ort auf. „Gerade jetzt in der Corona-Krise brauchen die örtlichen Händler die Unterstützung der Bevölkerung“, erklärt Bürgermeister Stohldreier. „Nach den Schließungen im Frühjahr und im aktuellen Teil-Lockdown sind sie ganz besonders darauf angewiesen, dass die Kunden vor Ort kaufen.“

Lokale Geschäfte in ihrer Existenz bedroht

Dabei hätte der Einkauf vor Ort auch für die Kunden jede Menge Vorteile. „Hier erhält man persönliche Beratung und kann die Produkte mit der Hand auswählen“, betont Helmut Sunderhaus. Das sei ein großer Vorteil gegenüber dem anonymen Online-Kauf. Wer sich noch nicht für ein bestimmtes Geschäft entscheiden möchte, kann den Ascheberg-Gutschein verschenken, der in über 50 Betrieben im Ort eingelöst werden kann.

Lebendige Innenstädte brauchen einen ebenso attraktiven wie vielfältigen Einzelhandel. Doch die Coronakrise und der aktuelle Teil-Shutdown bedrohen auch im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region viele lokale Geschäfte in ihrer Existenz. Mit einer Kampagne im umsatzstarken Weihnachtsgeschäft wirbt deshalb das regionale Bündnis aus bislang fünf Einrichtungen für den Einkauf vor Ort – natürlich mit Abstand und unter Einhaltung aller Anti-Corona-Maßnahmen.

Kampagne: „Das Gute findet Innenstadt“

„Das Gute findet Innenstadt“ lautet der Titel der Kampagne, die „auf der Gratwanderung zwischen Gesundheitsschutz und wirtschaftlich notwendiger Kundenfrequenz den richtigen Weg weisen“ möchte. Durch Kommunikation im Internet, insbesondere auf Social Media, sowie durch klassische Werbung will die Initiative bis Weihnachten mehr als zehn Millionen Mal im Blickfeld und in Hörweite der Verbraucher auftauchen.

„Wir richten uns an alle, denen die Zukunft der Innenstädte und des lokalen Einzelhandels im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region am Herzen liegt“, heißt es in einem offenen Brief, der am 24. November veröffentlicht wurde. Darin bittet das Bündnis um Unterstützung für die Verbreitung der Kampagne. Eingebunden werden deshalb auch die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus ganz Nord-Westfalen.

Handel bekommt keine Novemberhilfe

Zu dem Bündnis gehören bislang die IHK Nord Westfalen, die Handwerkskammer Münster, der Handelsverband, der Münsterland e.V. und die WIN Emscher-Lippe. Nach Einschätzung der Bündnispartner entscheidet das laufende Weihnachtsgeschäft und das Einkaufsverhalten der Menschen maßgeblich mit, ob und wie der Einzelhandel das Corona-Jahr überlebt und wie die Innenstädte der Region in Zukunft aussehen werden.

Das besondere Problem des Handels: Da er von den aktuellen Schließungen nicht betroffen ist, erhält er keine Novemberhilfe. Gleichzeitig ist die Kundenzahl auch durch den Teil-Shutdown dramatisch zurückgegangen. Nach aktuellen Passantenfrequenz-Messungen hielten sich in den ersten beiden Novemberwochen nur noch etwa halb so viele Menschen in den Einkaufsstraßen auf wie ein Jahr zuvor.

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Auch für das regionale Bündnis hat der Gesundheitsschutz der Bevölkerung oberste Priorität. Die Partner stehen voll hinter der Politik, die die Risiken abgewogen und ganz bewusst entschieden habe, dass der Einzelhandel geöffnet bleiben kann. Damit habe die Politik letztendlich den Bürgern die Freiheit und die Verantwortung gelassen, selbst auf ihre Gesundheit zu achten, aber auch darauf, wie und wo sie einkaufen.

Denn: „Wenn die Umsätze im Weihnachtsgeschäft in dem Umfang am lokalen Einzelhandel vorbeigehen, wie sich das jetzt abzeichnet, stehen viele Betriebe endgültig vor der Pleite und zahlreiche Kommunen vor dem Problem leerstehender Läden in den Innenstädten“, heißt es in dem offenen Brief weiter.

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