Junge Leute und Politik: Wie kann man sie für die Zukunft Lünens begeistern?

dzMeinung am Mittwoch

Beim Thema Politik winken viele junge Leute ab. Zu weit weg, zu viel Gerede, zu wenig Taten? Gastautorin Marie Hirschberg fragt sich, wie Politik für alle mehr Ausstrahlung bekommen kann.

von Marie Hirschberg

Lünen

, 11.03.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Politik. Politiker. Viele Namen. Viel Gerede. Viele Versprechen. Was ist für mich möglich? Wie kann ich mich engagieren? Was heißt Politik überhaupt? Bald stehen in Lünen die Kommunal-und Bürgermeisterwahlen an und da stellt sich in vielen Köpfen wieder die Frage: Wen soll ich wählen? Wer vertritt mich und meine Ansichten am besten? Wer schafft eine positive Veränderung in Lünen?

Wähler aller Altersklassen stellen sich genau diese Fragen und wissen häufig keine Antwort darauf. Besonders die jüngere Wählerschaft weiß nicht, welche Kandidaten es gibt und welche Ansichten diese vertreten. Viele Parteien bieten jungen Menschen die Möglichkeit, sich in der jeweiligen Partei zu engagieren, von dieser Möglichkeit wissen leider nur die wenigsten.

Ein „jüngeres Lünen“ entwickeln?

Doch wie will man das jüngere Publikum für seine Sachen begeistern? Wie kann es gelingen die junge Wählerschaft zu gewinnen? Vielleicht wäre es eine Alternative, ein „jüngeres“ Lünen zu entwickeln? Mit einem Programm, das genau auf die jüngere Generation zugeschnitten ist und einige Wünsche, aber auch Probleme aufgreift, die gemeinsam beseitigt werden können. Die jüngeren Wähler bilden die Zukunft unserer Stadt, was nicht heißt, dass sie allein im Fokus des Geschehens stehen sollten.

Gastautorin Marie Hirschberg.

Gastautorin Marie Hirschberg. © Quiring-Lategahn

Gastautorin Marie Hirschberg, Studentin, ausgezeichnet mit dem Förderpreis Kultur der Stadt Lünen

Auch Lünen bleibt vom demografischen Wandel nicht verschont. Unsere Bevölkerung wird immer älter und auch die „älteren“ Generationen bilden einen großen Teil der Wählerschaft. Wäre es dann nicht auch eine Maßnahme, etwas in die Programme aufzunehmen, das den älteren Mitbürgern zu gute kommt ? Vielleicht auch Aktionen, die beide Generationen verbindet und ein gemeinsames Zielpublikum schafft? Wem es gelingt, die Generationen in den Ansichten zu vereinen, hat der dann nicht schon gewonnen?

Wer unser neuer Bürgermeister wird, bleibt abzuwarten und sollte von allen interessiert verfolgt werden. Denn es ist unsere Stadt, um die es geht. Wir leben und verbringen unsere Zeit hier. Jeder Bürger sollte die Chance nutzen und seinen Ansichten Gehör verschaffen. Dafür stehen immer wieder verschiedene Politiker am Bürgertelefon, als Ansprechpartner für Fragen oder Anregungen zur Verfügung. Sonst dürfte es auch niemanden geben der sich über die Ergebnisse einer Wahl beschwert.

Nur wer wählt, kann etwas verändern

Aber viel wichtiger und an erster Stelle sollte stehen, dass alle Wahlberechtigten wählen gehen. Denn nur wenn wir das Recht unserer Wahl nutzen und die Beteiligung an der Wahl hoch ist, kann in Lünen etwas positiv verändert werden, wovon jeder, egal wie alt diese Person ist, einen Vorteil hat. Egal welcher Generation man angehört. Also wenn es so weit ist: Geht wählen !

An dieser Stelle schreiben jeden Mittwoch im Wechsel unsere Gastautoren. Es sind:
  • Kira Engel, Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Horstmar-Preußen
  • Maren Feldmann, Geschäftsführerin Küchen Schmidt
  • Marie Hirschberg, Studentin, ausgezeichnet mit dem Förderpreis Kultur der Stadt Lünen
  • Heinz Werner Kleine, Chemielaborant und Kunstsammler
  • Björn Schreiter, Architekt
  • Kevin Tigges, Studienreferendar und Akteur bei der „Abgedreht! Filmcrew“
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Folgen der Pandemie im Gericht
Corona bremst Amtsgericht Lünen und sorgt für Aufnahmestopp im Arrest