Insektenrückgang nachgewiesen: Preis für Krefelder Forscher

Insekten sind nicht jedermanns Sache. Aber ihr dramatischer Rückgang hat aufgerüttelt. Erforscht hat den Schwund der Krefelder Entomologe Martin Sorg. Er arbeitet mit etwa 65 anderen Wissenschaftlern im 1905 gegründeten Entomologischen Verein in Krefeld.

25.10.2020, 03:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Martin Sorg (l), Insektenforscher (Entomologe), zeigt eine sogenannte Malaise-Falle für Fluginsekten. Foto: Teresa Dapp/dpa/Archivbild

Martin Sorg (l), Insektenforscher (Entomologe), zeigt eine sogenannte Malaise-Falle für Fluginsekten. Foto: Teresa Dapp/dpa/Archivbild

Der Insektenforscher Martin Sorg aus Krefeld erhält heute in Hannover den Ehrenpreis des Deutschen Umweltpreises. Damit wird die aufrüttelnde Forschung des Biologen über den dramatischen Rückgang der Insekten gewürdigt. Die Ergebnisse haben ihm und dem Entomologischen Verein Krefeld weltweit Anerkennung und Anfragen gebracht. Sorg leitet die Untersuchungsprojekte des 1905 gegründeten Vereins und ist in den vergangenen Jahren das Gesicht der etwa 65 Forscher geworden.

Die Wissenschaftler haben Fallen entwickelt, mit deren Hilfe die Menge und Artenvielfalt der Insekten gemessen werden kann. Demnach ist die Gesamtmenge der Fluginsekten in den untersuchten Gebieten in den vergangenen 30 Jahren um dramatische 76 Prozent zurückgegangen. „Die Erkenntnisse haben Gesellschaft, Politik und Wissenschaft wachgerüttelt, ja sogar erschüttert“, erklärte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt. Der Ehrenpreis ist mit 10 000 Euro dotiert.

Weitere Meldungen