Infizierter Klinikarzt hatte Kontakt zu zwölf Patienten

Ein mit dem Coronavirus infizierter Klinikarzt hatte an seinem Arbeitsplatz in Mönchengladbach nach seiner Ansteckung Kontakt zu zwölf Patienten. Wie viele Mitarbeiter mit ihm Kontakt hatten, werde derzeit noch ermittelt, sagte ein Kliniksprecher am Donnerstag auf Anfrage. Sie würden dann auf das Virus getestet und unter häusliche Quarantäne gestellt.

28.02.2020, 09:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Medizinisches Personal versorgt im Krankenhaus einen Patienten. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild

Medizinisches Personal versorgt im Krankenhaus einen Patienten. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild

Der Arzt habe sich in seinem Heimatort Gangelt im Kreis Heinsberg am 15. Februar bei einer Karnevalsveranstaltung angesteckt. Seither habe er in der Klinik nur einen Tag gearbeitet. Ein Sprecher des Kreises Heinsberg sagte, alle 300 Teilnehmer der Karnevalssitzung vom 15. Februar seien bis einschließlich Samstag in Quarantäne. Alle sechs Infizierten aus Nordrhein-Westfalen hätten in Gangelt miteinander Kontakt gehabt. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte am Donnerstagmorgen im WDR gesagt, dass er davon ausgehe, dass der schwer erkrankte 47-Jährige aus Gangelt der erste Infizierte in der aktuellen Kette sei. Beim wem er sich wiederum angesteckt habe, sei aber noch unklar.

Der Zustand des Ehepaares, das auf die Isolierstation der Düsseldorfer Uniklinik gebracht wurde, ist unverändert. Der Zustand des 47-Jährigen Mannes sei weiterhin ernst und habe sich bislang nicht gebessert, teilte das Uniklinikum mit. Beide leiden an einer Lungenentzündung.

Weitere Meldungen