Industrieproduktion gesunken: Maschinenbau stärkste Branche

Die Industrie in Nordrhein-Westfalen hat schon vor dem Beginn der Coronavirus-Krise weniger produziert. Im vergangenen Jahr sank der Wert der hergestellten Waren um 1,9 Prozent im Vergleich zu 2018, wie das Statistische Landesamt am Dienstag berichtete. Mit Ausnahme der Nahrungs- und Futtermittelindustrie verzeichneten alle großen Industriebranchen Einbußen. Insgesamt produzierte die NRW-Industrie 2019 Waren im Wert von 294,1 Milliarden Euro. Das waren 5,8 Milliarden Euro weniger als im Jahr zuvor.

07.04.2020, 11:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Mechaniker überprüft beim Turbinenhersteller MAN-Turbo die Schaufeln einer Turbine. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

Ein Mechaniker überprüft beim Turbinenhersteller MAN-Turbo die Schaufeln einer Turbine. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

Größter Zweig der NRW-Industrie war 2019 der Maschinenbau, der mit 41,2 Milliarden Euro 1,4 Prozent weniger produzierte als 2018. Die Chemieindustrie verbuchte Einbußen von 5,9 Prozent auf 37,2 Milliarden Euro. Die Metallhersteller setzten mit 35,3 Milliarden Euro 7,4 Prozent weniger um als 2018. Ein Plus von 5,3 Prozent auf 32,2 Milliarden Euro fuhr die Nahrungs- und Futtermittelindustrie ein.

Die regionale Verteilung der Industrieproduktion war 2019 sehr unterschiedlich. Den höchsten Absatzwert ermittelten die Statistiker mit 18,8 Milliarden Euro für die Betriebe im Kreis Gütersloh. Den niedrigsten Produktionswert hatte Bottrop mit 660 Millionen Euro.

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