Im Jubiläumsjahr wird Beethoven wieder mehr Rheinländer

Der 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven (1770 - 1827) in diesem Jahr rückt auch dessen rheinische Heimat in den Fokus. Das Jubiläum des in Bonn geborenen Komponisten, der seine Erfolge in Wien feierte, ist ein Jahresthema der Deutschen Zentrale für Tourismus und wird weltweit beworben. Beethoven werde in China, Japan und den USA nun auch mit dem Rheinland und Bonn verortet, meint Malte Boecker, der künstlerische Geschäftsführer der Beethoven Jubiläums-Gesellschaft und Direktor des Beethoven-Hauses in Bonn.

17.07.2020, 08:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Statue des Komponisten Ludwig van Beethoven. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

Eine Statue des Komponisten Ludwig van Beethoven. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

Das Festprogramm dauert bis in den September 2021 hinein. Ursprünglich sollte es am 17. Dezember 2020 enden, dem Tag, an dem 250 Jahre zuvor die Geburt des „Ludovicus van Beethoven“ im Taufregister der Pfarre St. Remigius dokumentiert ist. Nach Absagen wegen des Coronavirus können Konzerte, Ausstellungen und Vorträge auch im nächsten Jahr stattfinden und trotzdem Zuschüsse aus dem Etat von rund 30 Millionen Euro bekommen.

Karten seien sehr gefragt gewesen, berichtet Boecker über den Beginn. „Wir hoffen, dass die Nachfrage wieder steigen wird - auch, wenn der internationale Tourismus nicht in dem Umfang stattfinden kann, wie ursprünglich erwartet“, sagte er. Der innerdeutsche Tourismus ziehe an. Das Museum im Geburtshaus des Komponisten im Zentrum von Bonn ist seit Juli wieder länger geöffnet.

Bislang sei der Komponist eher „mit einer anderen Metropole in Europa verbunden“ worden, sagte Boecker. Zwar verbrachte Beethoven die längste Zeit seines Lebens in Wien. Aber bereits als junger Mann in Bonn war der spätere Komponist der „Wiener Klassik“ ein freiheitsliebender politischer Kopf.

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