Hygienemaßnahmen und Lieferservice – wie das Gartencenter Pötschke dem Coronavirus trotzt

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Die Gartensaison startet und der Aktionsradius vieler Menschen ist auf Haus und Garten beschränkt. Da müsste doch das Geschäft im Gartencenter brummen. Doch so einfach ist das nicht.

Schwerte

, 27.03.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon am Eingang erklärt eine Tafel den Mindestabstand, den man in diesen Tagen halten soll. Und Kunden begegnet man an jetzt, an einem Vormittag in der Woche nur vereinzelt. Und das obwohl jetzt die beste Zeit für die Gartenarbeit ist. Doch Christian Pötschke hofft auf das Wochenende, denn das Gartencenter ist gut vorbereitet.

Bei Pötschke an der Kasse wurden wie überall in großen Geschäften Abstandsmarkierungen angebracht.

Bei Pötschke an der Kasse wurden wie überall in großen Geschäften Abstandsmarkierungen angebracht. © Heiko Mühlbauer

„Was die Hygienemaßnahmen betrifft, sind wir sehr gut von unserem Verband unterstützt worden“, erzählt er. Und auch für Eingangskontrollen bei größerem Ansturm sei gesorgt. An den Kassen wird desinfiziert und die rot-weißen Markierungen, die man derzeit überall an den Kassen der Supermärkte findet, sind auch im Gartencenter aufgeklebt.

Mitarbeiter, die zur Risikogruppe zählen, bleiben zuhause

Jene unter den 45 Mitarbeitern, die zur Risikogruppe zählen, wurden gebeten, das mit ihrem Hausarzt abzuklären und notfalls zuhause zu bleiben. Die anderen sind im Dienst, kümmern sich um die Pflanzen, die Zierfische und natürlich die Kunden.

„Jetzt ist die Zeit, wo man im Garten mit der Arbeit beginnt“, sagt Pötschke. Vor allem, wer selbst Gemüse züchtet, muss jetzt mit der Aussaat beginnen.

Café und Imbisswagen sind geschlossen

Allerdings ist in Lichtendorf auch nur das Gartencenter geöffnet. Das Café am Teich ist genauso wie der Imbisswagen mit der berühmten Currywurst, der vor dem Eingang steht, abgesperrt. Auch der Indoorspielplatz ist geschlossen.

Am Eingang zum Gartencenter Pötschke erklärt ein Schild den Mindestabstand.

Am Eingang zum Gartencenter Pötschke erklärt ein Schild den Mindestabstand. © Heiko Mühlbauer

Wer aber in diesen Zeiten den Weg ins Gartencenter scheut, der kann sich auch beliefern lassen. „Den Lieferdienst haben wir schon länger“, erklärt Pötschke. Aber jetzt wurde er ausgebaut. Das Problem: Der Kunde muss das Sortiment kennen, zumindest bei vielen Artikeln. Denn der Onlineshop ist noch im Anfangsstadium. Rund 150 Artikel habe man bislang eingestellt, erklärt der Geschäftsführer. Wer etwas anderes haben will, muss sich telefonisch beraten lassen.

Lieferservice für Schwerte und Umgebung

Die Ware wird dann von Mitarbeitern in Schwerte und Umgebung ausgeliefert. Ab 50 Euro Warenwert sogar kostenlos. Ursprünglich lieferte man hauptsächlich Sachen, die zu groß waren, um sie im eigenen Auto zu transportieren.

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Im Großen und Ganzen hofft man bei Pötschke aber auch, dass die Kunden am Wochenende zurückkommen. Denn bei den Kontaktverboten und den wenigen Einkaufsmöglichkeiten sollten die Schwerter doch jetzt ausreichend Zeit für den Garten haben.

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Und mit der Unterstützung seiner Kunden, da ist der Gartencenter-Chef überzeugt, werde der Familienbetrieb auch alle 45 Arbeitsplätze halten können.

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