Hotels leiden unter Folgen des Coronavirus

Hoteliers und Gastwirte bekommen Folgen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu spüren. Besonders dramatisch sei die Situation durch die Absagen von Messen oder anderen Großveranstaltungen, teilte der Deutsche Hotel- und Gaststättenverbandes in Nordrhein-Westfalen (Dehoga NRW) am Dienstag mit. Konkrete Zahlen zur Schadenshöhe gebe es noch nicht, der Verband will dazu eine Abfrage starten.

03.03.2020, 12:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Absagen und Verschiebungen bedeuteten „nicht nur weniger Übernachtungen in den Messestädten und deren Umgebung, sondern auch massive Umsatzausfälle für Eventcaterer und Restaurants, die traditionell viele Messebesucher bewirten“, sagte der Präsident von Dehoga-NRW, Bernd Niemeier, am Dienstag. In NRW waren unter anderem die Eisenwarenmesse in Köln und die Pro Wein in Düsseldorf verschoben worden. Betroffen seien aber nicht nur die Messestädte. Auch andernorts würden geschäftsbedingte Übernachtungen oder geschlossene Gesellschaften storniert, betonte der Verband.

Der Branchenverband fordert finanzielle Unterstützung für die Betriebe. Sie bräuchten „schnelle, unbürokratische Liquiditätshilfen und Fördermaßnahmen“, sagte Niemeier. Nötig seien auch steuerliche Entlastungen, die mittel- und langfristig wirkten. Es gehe nicht nur um die Existenz der Betriebe, sondern auch um die Arbeitsplätze der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Gastgewerbe in Nordrhein-Westfalen arbeiten dem Verband zufolge in rund 50 000 Betrieben über 400 000 Beschäftigte und erwirtschaften mehr als 16,5 Milliarden Euro Umsatz.

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