Holzhäuser: Bundesliga nicht in ihrer Existenz bedroht

Das Aussetzen des Spielbetriebs wegen der Coronavirus-Pandemie bringt die Fußball-Bundesliga nach Einschätzung von Wolfgang Holzhäuser nicht in eine existenzbedrohende Krise. „Die Liga hat ein Problem, das beherrschbar erscheint. Rechteinhaber wie Sky oder auch Sponsoren sollten darauf vertrauen, dass die ausgefallenen Spiele noch nachgeholt werden“, sagte der ehemalige Geschäftsführer von Bayer Leverkusen der „Rheinischen Post“.

15.03.2020, 11:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wolfgang Holzhäuser, ehemaliger Geschäftsführer von Bayer 04 Leverkusen. Foto: picture alliance/dpa/Archivbild

Wolfgang Holzhäuser, ehemaliger Geschäftsführer von Bayer 04 Leverkusen. Foto: picture alliance/dpa/Archivbild

Laut Holzhäuser war die sogenannte Kirch-Krise im Jahr 2002 existenzbedrohender, als die höchsten Spielklasse Einnahmeausfälle in dreistelliger Millionenhöhe aus der damaligen TV-Vermarktung verkraften musste. Eine komplette Absage der laufenden Saison würde die Clubs nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Ligakreisen rund 750 Millionen Euro kosten.

Den aktuellen wirtschaftlichen Verlust für die Clubs allein durch fehlende Zuschauereinnahmen hält Holzhäuser für überschaubar. „Der monetäre Schaden dürfte sich in der Bundesliga in Grenzen halten, zumal die Erträge aus den Eintrittskarten in der Bundesliga nur 13 Prozent des Gesamtertrages ausmachen. In der 2. Bundesliga ist es ähnlich. Dort beträgt der Anteil ca. 16 Prozent“, sagte der 70-Jährige.

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