Hochschule stellt Disziplinarverfahren gegen Weyel ein

Die Technische Hochschule Köln hat ein Disziplinarverfahren gegen den AfD-Bundestagsabgeordneten Harald Weyel eingestellt. Ihm war vorgeworfen worden, er habe in Lehrveranstaltungen in den Jahren 2014, 2016 und 2017 europafeindliche Positionen vertreten, die Bedeutung des Holocausts relativiert und „ausschließlich politisch einseitige Lösungsvorschläge zur Bewältigung der Euro-Krise dargestellt“.

05.06.2020, 14:31 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wie aus der Einstellungsverfügung hervorgeht, kam die Hochschule jedoch zu dem Ergebnis, Aussagen und zur Aufklärung herangezogene Materialien hätten zwar „teilweise Auffälligkeiten“ in den von Weyel vertretenen wissenschaftlichen Positionen bestätigt. Diese begründeten jedoch kein Dienstvergehen, „da sie noch von der Wissenschaftsfreiheit gedeckt sind“. Weyel sagte am Freitag, er sehe sich durch dieses Ergebnis „in meiner Auffassung bestärkt, den jungen Menschen durch das Aufzeigen von alternativen Sichtweisen zum selbstständigen Denken zu erziehen“.

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