Hochbarock: Ausstellung zu Rubens' Spuren in der Kunst

Mit einer großen kunst- und kulturhistorischen Schau dokumentiert das Diözesanmuseum Paderborn die Einflüsse von Peter Paul Rubens auf die barocke Kunst Nordeuropas. 120 Leihgaben, darunter selten gezeigte Skizzen des flämischen Meisters (1577-1640), geben einen Eindruck seines Schaffens und der Spuren, die er bis heute in der Kunstwelt hinterlassen hat.

23.07.2020, 12:02 Uhr / Lesedauer: 1 min

Darunter sind etwa die ausdrucksstarken Entwürfe für Deckengemälde der Jesuitenkirche seiner Heimat Antwerpen, sogenannte Modelli auf Holz, sowie das größte in Paderborn gezeigte Rubens-Gemälde „Beweinung Christi“, eines seiner religiösen Hauptwerke. Zu sehen sind auch Plastiken, Gemälde, Graphiken und Wandteppiche von Künstlern aus Rubens' Umfeld sowie einige Exponate von Gegenwartskünstlern wie Gerhard Richter oder Tony Cragg, die die Aktualität der barocken Idee verkörpern sollen.

Ausgangs- und regionaler Anknüpfungspunkt der Ausstellung ist eine aufwendige Rekonstruktion erhalten gebliebener Fragmente eines Altargemäldes aus dem 17. Jahrhundert. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs war es im Paderborner Dom zu sehen. Es wird Antonius Willemssens, Künstler aus dem Rubens-Umfeld, zugeschrieben, der gemeinsam mit seinem Bruder, dem Bildhauer Ludovicus Willemssens, die prachtvolle barocke Neugestaltung des mittelalterlichen Doms übernommen hatte.

Zu Kriegsende waren die barocken Altäre samt Gemälde zerstört worden. In mühevoller Puzzle- und Restaurationsarbeit wurden die wiederentdeckten Überreste nun zusammengefügt.

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