Hensel: Merkels „Wir schaffen das“ war nicht naiv

Fünf Jahre nach der Ankündigung von Kanzlerlin Angela Merkel (CDU) „Wir schaffen das“ hat die Caritas auf Erfolge bei der Integration von Flüchtlingen hingewiesen. Der Satz der Regierungschefin sei „nicht naiv“ gewesen, sondern „programmatisch“, erklärte der Kölner Diözesan-Caritasdirektor Frank Johannes Hensel, der auch Leiter der Flüchtlingshilfe „Aktion Neue Nachbarn“ im Erzbistum Köln ist. Viele der Geflüchteten, die seit 2013 nach Deutschland gekommen seien, gingen heute einer Erwerbstätigkeit nach.

25.08.2020, 07:31 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Ohne das gute Zusammenspiel von haupt- und ehrenamtlichen Kräften wäre das nicht zu schaffen gewesen“, betonte Hensel laut Mitteilung. Wo Integration gefördert werde, gelinge sie meistens. Allerdings gebe es auch viele, denen es schwer falle, Fuß zu fassen. „Schreckensszenarien“ von Kriminalitäts- und Kostenexplosionen hätten sich nicht bewahrheitet. Deutschland habe profitiert: „Durch Verstärkung am Arbeitsmarkt, gute Nachbarschaft, Hilfsbereitschaft und Vielfalt im Land.“ Der Syrer Amer Kabara - früher Unternehmer bei Damaskus, heute in Düsseldorf in einer Altenpfleger-Ausbildung - sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Ich bin dankbar für die Chance, die ich bekommen habe. Aber ich gebe auch etwas zurück.“

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