Sonne satt: Heißester Tag 2020 erwartet

Wochenend und Sonnenschein, aber so was von: Samstag könnte der bislang heißeste Tag des Jahres werden. Sonntag sind Gewitter drin. Es wird schwüler, bleibt aber heiß. Um Waldbrände schnell entdecken zu können, starten am Samstag erste Überwachungsflüge.

07.08.2020, 08:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Hitze hält Nordrhein-Westfalen fest im Griff. Für Samstag erwartet der Deutsche Wetterdienst Höchsttemperaturen von 38 Grad und damit einen neuen Jahres-Höchstwert. Sonntag sorgen Quellwolken dafür, dass es „nur“ bis auf 36 Grad raufgeht. Am Montag sind erneut 38 Grad nicht ausgeschlossen, wie die DWD-Meteorologin Ines von Hollen am Freitag in Essen sagte. In den Ballungsräumen gibt es häufig sogenannte „tropische Nächte“, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad fällt.

Und Abkühlung ist kaum in Sicht. „Sonntag gibt es vielleicht mal Hitzegewitter.“ Grundsätzlich bleibe es aber heiß. Allerdings werde die Luft langsam feuchter, was auch zum Wochenanfang Schauer und Gewitter bringen kann, in jedem Fall aber für zunehmende Schwüle sorgt. „Eine richtige Regenfront ist aber nicht in Sicht“, sagte die Wetter-Expertin.

Die bisher höchste Temperatur des Jahres 2020 hatte der DWD am 31. Juli in Weilerswist (Kreis Euskirchen) mit 36,9 Grad gemessen. Vom Allzeit-NRW-Rekord ist das aber noch deutlich entfernt: Im niederrheinischen Tönisvorst hatte das Thermometer vor rund einem Jahr 41,2 Grad gezeigt. Tönisvorst war auch am Freitag einer der bundesweit heißesten Orte mit zeitweise 34,9 Grad am frühen Nachmittag.

Der ausbleibende Regen und die große Hitze sorgen für steigende Gefahr von Wald- und Flächenbränden. Aus Sicherheitsgründen unternehmen die Behörden daher an diesem Wochenende in einigen Landesteilen erste Überwachungsflüge. Im Regierungsbezirk Düsseldorf sind zunächst Samstag und Sonntag je zwei Flüge geplant, wie die Bezirksregierung am Freitag mitteilte. Durchgeführt werden sie von der Polizeifliegerstaffel. An Bord sind jeweils geschulte Feuerwehrleute. Abgeflogen werden sollen vor allem die großen Waldgebiete am Niederrhein.

Aus der Luft geschaut werden soll auch in Ostwestfalen-Lippe, Samstag und Sonntag je zwei Mal. „Im Fokus stehen Gebiete rund um die Senne, große Moorflächen sowie alle Waldgebiete in Ostwestfalen-Lippe“, sagte ein Sprecher der Bezirksregierung Detmold. Am Steuer des Überwachungsflugzeugs sitze jeweils ein Pilot des Luftsportvereins Oerlinghausen. Als Experten sind ein Feuerwehrmann sowie ein Mitarbeiter des Regionalforstamts mit an Bord.

Auch im Regierungsbezirk Köln sollen ab Samstag Überwachungsflüge mit Polizeihubschraubern oder Flugzeugen stattfinden. „Aktuell planen wir einen Flug täglich in der zweiten Tageshälfte. Bei sich verschärfender Lage würden wir zwei Flüge täglich planen“, erklärte ein Behördensprecher. In den Regierungsbezirken Münster und Arnsberg sind an diesem Wochenende noch keine Flüge geplant.

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