Heinsberger Landrat bittet China um Hilfe

Der Landrat des vom Coronavirus in Nordrhein-Westfalen besonders betroffenen Kreis Heinsberg, Stephan Pusch (CDU), hat China um Unterstützung bei Schutzmaterialien gebeten. Die im Kreis verfügbaren Masken oder Schutzkittel reichten nur noch für ein paar Tage, schrieb Push am Montag in einem offenen Brief an den chinesischen Staats- und Parteichefs Xi Jinping.

23.03.2020, 12:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stephan Pusch, Landrat des Kreises Heinsberg (CDU), spricht bei einem Pressestatement. Foto: Henning Kaiser/dpa

Stephan Pusch, Landrat des Kreises Heinsberg (CDU), spricht bei einem Pressestatement. Foto: Henning Kaiser/dpa

Im Kampf gegen das Virus hätten die Verantwortlichen in China immer wieder betont, wie wichtig ausreichendes Schutzmaterial sei, schrieb Pusch in dem Brief, der an die chinesische Botschaft in Berlin andressiert ist. „Soweit der Krisenstab und die Krankenhäuser hier vor Ort nicht ausreichend Schutzmaterialien besorgen können - was mehr als schwierig ist - hätte das weitreichende schwere Folgen für das Gesundheitssystem im Kreis Heinsberg und für die Menschen hier. In meiner Funktion als Landrat bitte ich daher die Volksrepublik China um Unterstützung“, heißt es in dem Schreiben weiter.

Da Mediziner in China offensichtlich auch die meisten Erfahrungen im Umgang mit Eindämmung und Bekämpfung des Corona-Virus gemacht hätten, wäre ihm auch an einem fachlichen Erfahrungsaustausch gelegen. Bei über 1000 Infizierten habe der Kreis 21 Tote zu beklagen. Im Übrigen könne er sich eine Partnerschaft des Kreises mit der von der Epidemie besonders betroffenen chinesischen Provinz Wuhan gut vorstellen.

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