Zwei Werner Hausärzte hören auf - doch die Statistik spricht von einer Überversorgung

dzÄrzte in Werne

Die Meldung über den Weggang zweier Hausärzte aus Werne löste ein großes Echo unter den Patienten aus. Sie fürchten längere Wartezeiten. Doch die Versorgung ist hervorragend - laut Statistik.

Werne

, 18.02.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im März 2020 verlassen zwei Hausärzte die Lippestadt. Darunter eine komplette Praxis. Denn sollte sich bis dahin kein Nachfolger finden, gibt Allgemeinmediziner und Sportarzt Dr. Peter Fiegenbaum aus Altersgründen seine Praxis im Steinhaus-Center am Moormannplatz ersatzlos auf.

Der zweite Weggang ist in der Praxis Dr. Iris Mumm zu verzeichnen. Die dort angestellte Ärztin Dr. Christiana Middelhoff-Jäger verlässt die Praxis am Neutor im März, um in der alten Wirkungsstätte, der Gemeinde Ascheberg, wieder aktiv zu sein.

Bricht der hausärztliche Notstand in Werne aus?

Proppevolle Wartezimmer, dann noch zwei Ärzte weniger - müsste da in Werne nicht der hausärztliche Notstand ausbrechen? Nein, sagt die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe. Denn laut ihren Berechnungen ist die Stadt Werne, zumindest noch im Moment, sogar überversorgt mit Hausärzten.

Auf Anfrage dieser Redaktion schreibt die Kassenärztliche Vereinigung: „Der Versorgungsgrad Wernes beträgt im Moment 111,1 Prozent (gemäß aktuell gültigem Beschluss des Landesausschusses der Ärzte und Krankenkassen in Westfalen-Lippe vom November 2019).“

Erst ab einem Versorgungsgrad von 75 Prozent spricht die KV von einer Unterversorgung. Für Werne bedeute dies laut KV: „Insgesamt ist die Versorgung mit Hausärzten derzeit – statistisch gesehen – stabil.“

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