Hasssprache in Facebook-Gruppe: Verdacht auf Volksverhetzung

Die Polizei Duisburg hat Ermittlungen ihrer Staatsschutzabteilung wegen extremer, teils rassistischer Hasskommentare in einer Facebook-Gruppe bestätigt. Demnach waren in der lokalen Gruppe „Duisburg-Walsum“ seit einiger Zeit verstärkt „systemfeindliche“ Hetzparolen aufgetaucht. Zuerst hatte die WAZ darüber berichtet.

08.03.2020, 13:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Hashtag „#Hass“ ist auf einem Bildschirm zu sehen. Foto: Lukas Schulze/dpa/Archivbild

Der Hashtag „#Hass“ ist auf einem Bildschirm zu sehen. Foto: Lukas Schulze/dpa/Archivbild

Die Duisburger Kriminalpolizei ermittelt derzeit wegen des Verdachts auf Volksverhetzung, wie ein Sprecher am Sonntag sagte. Aktuell würden Mitglieder der Facebook-Gruppe als Zeugen vernommen. Danach werde sich zeigen, ob man die Verursacher der Hasskommentare konkret ermitteln könne. „Sollte sich der Verdacht der Volksverhetzung erhärten, wäre das eine schwere Straftat“, so der Sprecher weiter.

So seien in den Postings pauschal Migranten, aber auch Klimaschützer angegriffen worden. Zudem seien Mitglieder, die die Hasssprache ablehnten, bedroht und beleidigt worden. Mittlerweile hätten viele Nutzer die Stadtteil-Gruppe verlassen. Teils seien Mitglieder auch von Administratoren entfernt worden.

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