Handwerkstag: Corona wird Ausbildungsverträge verzögern

Die Corona-Krise wird nach Ansichten von Handwerksvertretern neue Ausbildungsverträge für Schulabgänger in diesem Jahr deutlich verzögern. „Viele Betriebe können keine Verträge abschließen, weil sie gar nicht an Auszubildende rankommen“, sagte Andreas Oehme vom Westdeutschen Handwerkskammertag der Deutschen Presse-Agentur.

27.05.2020, 06:51 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das müsse jedoch nicht dazu führen, dass es einen großen Einbruch auf dem Ausbildungsmarkt gebe. Im Gegensatz zu anderen Branchen habe das Handwerk - mit Ausnahme von Friseuren oder Kosmetikern - einigermaßen stabil weiterarbeiten können. Allerdings fehle der persönliche Kontakt, der normalerweise durch Praktika, Schulveranstaltungen oder Jobmessen zwischen Betrieben und potenziellen Bewerbern entstehe. Digitale Ersatzangebote könnten das nur sehr bedingt ersetzen.

Ende April zählte die Bundesagentur für Arbeit in NRW mit 92 968 Ausbildungsstellen etwas weniger Lehrstellen als im Vorjahr. Auch die Zahl der potenziellen Bewerber lag mit 93 360 unter dem Wert von April 2019.

Weitere Meldungen