Hamm rechnet mit Überschreiten wichtiger Corona-Marke

Die Stadt Hamm rechnet damit, bald den wichtigen Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen zu überschreiten. Nach aktuellstem Stand der Stadt von Sonntagmittag sei der Wert auf 48,6 gestiegen, man berate aktuell über Maßnahmen, wie man gegensteuern werde, berichtete ein Sprecher am Montag. „Es wird auf jeden Fall Maßnahmen geben, denn wir gehen davon aus, dass wir über die 50 kommen.“ Der Krisenstab werde die konkreten Schritte am späteren Nachmittag mitteilen.

21.09.2020, 11:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Es sei zwar noch nichts beschlossen, werde aber als „grundsätzlich sinnvoll“ erachtetet, bei privaten Feiern einzuschränken. Hier habe es jüngst auch in Hamm nach größeren Hochzeitsfeiern einen Anstieg gegeben. Ein temporärer Freizeitpark, der am vergangenen Freitag mit 1500 gleichzeitig erlaubten Besuchern gestartet war, dürfe bereits seit Sonntag nur noch weniger als 1000 Gäste auf das große Areal lassen, sagte der Sprecher.

Hamm stand nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) von Montagfrüh mit 46,9 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in NRW an der Spitze der sogenannten 7-Tage-Inzidenz-Liste, gefolgt von Gelsenkirchen. Überschreitet eine große Stadt oder ein Kreis die Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche, sind gemäß der nordrhein-westfälischen Corona-Schutzverordnung „zwingend zusätzliche Schutzmaßnahmen anzuordnen“.

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