Gute Nachricht aus Heinsberg für den kleinen Ben

In sorgenvollen Corona-Zeiten kommt aus dem Kreis Heinsberg eine gute Nachricht: Ein kleiner kranker Junge, dessen Schicksal in den letzten Monaten viele Menschen bewegt hat, bekommt jetzt ein erhofftes Medikament, wie Landrat Stephan Pusch am Freitag in seines täglichen Video-Botschaft zur Corona-Lage sagte. Das Medikament sei zugelassen und die Krankenkasse bezahle die Behandlung für den kleinen Ben, erzählte Pusch.

03.04.2020, 16:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das knapp zwei Millionen Euro teure Gentherapie-Medikament soll den fortschreitenden Abbau der Muskulatur verhindern, muss aber vor Bens zweitem Geburtstag am 7. November verabreicht werden, wie es auf der Internetseite der Hilfsaktion heißt. „Ich bin wirklich ein bisschen ergriffen und wirklich gerührt, dass der kleine Kerl jetzt eine Zukunft hat“, sagte Pusch. Die Eltern schrieben auf Facebook: WIR HABEN ES GESCHAFFT!!! Sprachlos!!! Glücklich!!! Dankbar !!!

Obwohl das Medikament für Europa noch nicht zugelassen war, hatte die Familie die Spendenaktion „Kämpft mit Ben“ gestartet, in der sich viele Vereine und Privatleute engagierten. Ein ganz großer Wunsch sei jetzt in Erfüllung gegangen, sagte Pusch: „trotz dem ganzen Mist, den wir jetzt zur Zeit erleben“ solle Ben mal im Erwachsenenalter auf das Jahr 2020 zurückblicken und sagen können: „Das war das Jahr, wo die Heinsberger in großer Solidarität geholfen haben.“ Die bis jetzt gesammelten Spenden würden jetzt bei der Deutschen Muskelstiftung bleiben und anderen Kindern helfen. „Aachener Zeitung“ und „Aachener Nachrichten“ hatten zunächst berichtet.

Weitere Meldungen