Gütersloher erleichtert nach Ende der Corona-Einschränkungen

Am ersten Tag nach der Aufhebung der strengeren Corona-Einschränkungen im Kreisgebiet durch das Oberverwaltungsgericht (OVG) herrscht Erleichterung in der Innenstadt von Gütersloh. „Es ist gut, dass sich alles wieder normalisiert“, sagte Fleischverkäuferin Christel Röer am Dienstagmorgen auf dem Markt in Gütersloh. Allerdings sei die Innenstadt jetzt wegen der Ferien in NRW relativ leer. Auf die Fahrten in den Urlaub habe ja auch kaum einer verzichten wollen. „Auch wenn es anfangs hieß, die Gütersloher seien nicht willkommen. Das Thema war ja schnell vom Tisch.“

07.07.2020, 11:32 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Das Leben geht weiter“, sagte Klaus Ziegler. „Die kaufen bald auch alle wieder bei Tönnies ein“, zeigte er sich überzeugt. Sauer auf das Unternehmen beziehungsweise Clemens Tönnies sei er zumindest nicht: „Wenn Tönnies es nicht macht, macht es ein anderer.“ Wirkliche Aufregung sei in Gütersloh nicht zu spüren gewesen, so Andrea Heese, die einen Stand mit europäischen Käsespezialitäten betreibt. „Es war mehr das Gefühl, dass wir da jetzt halt durch müssen. Und die Hoffnung auf ein schnelles Ende des zweiten Lockdowns.“ Schließlich wolle man das Virus „loswerden“.

Der Bürgermeister der Kreisstadt, Henning Schulz (CDU), hatte in einer ersten Reaktion nach dem OVG-Beschluss am Montag die Einstellung der Gütersloher gelobt: „Für unsere Bürger und Bürgerinnen ist entscheidend, dass die verschärften Einschränkungen, die sie sehr diszipliniert ausgehalten haben, jetzt Vergangenheit sind.“ Das OVG-Urteil zeige, dass die Regeln und Abstimmungen, die zur Bewältigung der Corona-Krise getroffen werden, kontinuierlich im Fluss sind und weiterentwickelt werden. „So gesehen kann hat der „Fall Gütersloh“ einen Lerneffekt.“

Weitere Meldungen