Grüne wollen OB-Posten in NRW

Die Grünen nehmen Anlauf auf die Rathäuser in NRW: 2020 wollen sie endlich auch OB-Sessel in den Großstädten erobern. Ihr Rezept: Bewährte Umweltpolitiker, Nachwuchskräfte und unkonventionelle Kooperationen.

26.05.2020, 02:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Grünen treten am 13. September in fast allen nordrhein-westfälischen Großstädten mit eigenen Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters an. Heute um 11:00 Uhr stellen ihre Parteichefs, Mona Neubaur und Felix Banaszak, in Düsseldorf ihre politischen Schwerpunkte und ihre landesweite Kampagne vor.

Bislang stellen die Grünen in Nordrhein-Westfalen keinen Oberbürgermeister. Ihr Umfrage-Hoch in den vergangenen Monaten hat bei der Öko-Partei allerdings Hoffnungen genährt. Im Rennen um kommunale Spitzenämter setzen die Grünen auf zugkräftige Funktionäre und in besonderem Maße auch auf junge Leute.

Auf ihren Kandidatenlisten fänden sich überdurchschnittlich viele Vertreter der Klima-Bewegung Fridays-for-Future und unter 30-Jährige, teilten die Landesparteichefs der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mit. Damit solle politische Verantwortung auf Vertreter der jungen Generation übertragen werden.

Auffällig auf der Kandidatenliste für einen OB-Posten: In Wuppertal tritt der ehemalige Chef des Wuppertal-Instituts, Uwe Schneidewind, als gemeinsamer Kandidat für Grüne und CDU an. In Köln unterstützen die Grünen erneut die parteilose Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

In Düsseldorf fordert der Landtagsabgeordnete Stefan Engstfeld Amtsinhaber Thomas Geisel (SPD) heraus. Katja Dörner, Vizefraktionschefin der Grünen im Bundestag, kandidiert in Bonn und Landtagsfraktionsvize Mehrdad Mostofizadeh geht in Essen ins Rennen. Die ehemalige Landesparteichefin Daniela Schneckenburger kandidiert in Dortmund.

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