Grippe in Schwerte: Ist der Höhepunkt erreicht?

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Grippe oder grippaler Infekt? Hat die Grippewelle Schwerte schon erreicht? Und lohnt es sich jetzt noch impfen zu lassen? Wir sprachen mit Schwerter Ärzten über die Erkältungssaison.

Schwerte

, 22.02.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Wintermonate sind die Zeit der Viren, denn: In dieser Zeit werden die meisten Menschen krank, da das Immunsystem geschwächt ist. Auch viele Schwerter sind betroffen. Manche Krankheiten verlaufen ähnlich, sodass häufig ein Arztbesuch Klarheit schaffen muss.

Wenige echte Grippefälle in Schwerte

Die Ärzte in Schwerte spüren offenbar keine Anzeichen einer Grippewelle mehr. Hausarzt Theodor Spanke stellt klar: „Wir unterscheiden zwischen Grippe und grippalem Infekt.“ Beide Erkrankungen gehen mit ähnlichen Symptomen einher, der grippale Infekt – auch als Erkältung bekannt – verläuft jedoch harmloser.

„In den letzten zwei Wochen hatten wir nur einen Fall von echter Grippe. Wir können also nicht sagen, dass die Grippewelle in Schwerte Fuß gefasst hat“, berichtet Spanke.

Dabei könne er nicht abschätzen, ob das auf vermehrte Grippe-Impfungen zurückzuführen oder gar regional bedingt ist. Patienten mit einem grippalen Infekt gab es in seiner Praxis hingegen zahlreich.

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Höhepunkt überschritten

Kinderarzt Heinrich Wiggermann stellt für seine Praxis fest: „Der Höhepunkt der Grippe ist schon überschritten. Der war hier vor zwei Wochen erreicht.“ Das zeige sich an der Anzahl der Patienten. „Es sind mehr Menschen in der Praxis als an üblichen Tagen“, was zur Folge hatte, dass Wiggermann des Öfteren auch durchaus Überstunden leisten musste, denn: „Die Leute, die herkommen, sind auch wirklich krank.“

Allerdings stellt Wiggermann auch fest: „Die Grippewelle war letztes Jahr ausgedehnter und heftiger.“ Durch das aktuell ungewöhnlich frühlingshafte Wetter können sich die Krankheitserreger vermutlich nicht so gut verbreiten wie im vergangenen Jahr.

Die Grippesaison endet in der Regel spätestens im April. Zwar empfiehlt Wiggermann Risikopatienten grundsätzlich eine Impfung, jedoch ist seine Einschätzung: „Jetzt noch zu impfen bringt vermutlich keinen Benefit mehr, da die Antikörperproduktion circa 14 Tage braucht um zu schützen und dann ist die Saison vorbei.“

Grippe oder grippaler Infekt?

Ob eine Grippe oder eine Erkältung vorliegt, kann man häufig selbst und ohne Arztbesuch feststellen. Während die Grippe plötzlich auftritt, macht sich ein grippaler Infekt nur allmählich bemerkbar. Die Grippe geht meist mit starken Kopfschmerzen und schnell einsetzendem Fieber einher, die Erkältung sorgt dagegen oft für Halsschmerzen und Schnupfen.

Während gegen die Grippe eine Impfung möglich ist, kann man sich gegen den grippalen Infekt nicht durch eine Spritze vom Arzt schützen. Wer sich bei den Symptomen unsicher ist, sollte aber im Zweifel immer einen Arzt aufsuchen.

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