Stadt hofft, dass Glasfaserausbau in Selm noch realisiert werden kann

dzGlasfaser

Nur wenige Bürger Selms haben sich bislang für einen Glasfaserausbau entschieden. Das Projekt steht auf der Kippe. Die Stadt warnt, dass die Chance auf einen Ausbau auf Jahre vertan sein könnte.

Selm

, 20.11.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Glasfaser-Ausbau-Projekt von Westenergie (früher Innogy) steht in Selm auf wackeligen Füßen. Eigentlich bis zum 31. Oktober konnten sich Selmerinnen und Selmer entscheiden, ob sie einen Vorvertrag mit dem Unternehmen schließen möchten. Das Unternehmen hatte bereits deutlich gemacht, dass ein Ausbau allerdings nur realisiert werden könne, wenn sich 40 Prozent der Einwohner dafür entscheiden und einen Vorvertrag abschließen.

Von den 40 Prozent ist das Unternehmen aber aktuell weit entfernt. Gerade einmal fünf Prozent der Einwohner, wollten einen Vorvertrag abschließen, wie Westenergie unserer Redaktion sagte. Die Frist wurde daraufhin auf unbestimmte Zeit verlängert. Und wie steht die Stadt Selm dazu? Immerhin hatte Selms ehemaliger Bürgermeister Mario Löhr im Vorfeld für den Ausbau geworben.

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„Ich freue mich sehr, dass nunmehr auch die Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil Selm die Möglichkeit bekommen, einen Glasfaseranschluss bis in ihr Haus zu erhalten und hoffe, dass die meisten die Chancen, die diese Technologie bietet, nutzen werden“, sagte Bürgermeister Mario Löhr zum Auftakt der Informationskampagne des Essener Unternehmens im August.

Mario Löhr grüßte auch von der Informationswebsite, die das Unternehmen eigens für den Glasfaserausbau in Selm angelegt hat. Nun ist es Löhrs Nachfolger Thomas Orlowski, der sich auf der Website für den Ausbau ausspricht. Dementsprechend enttäuscht wäre die Stadt auch, wenn das Projekt nicht zustande kommen sollte, wie Sprecher Malte Woesmann auf Anfrage mitteilt: „Eine funktionierende Infrastruktur ist für die zukünftige Entwicklung einer Stadt von maßgeblicher Bedeutung“, so Woesmann.

Chance möglicherweise auf Jahre vertan

Die Leistungsfähigkeit der in Selm verbauten Kupferleitungen sei endlich.

„Zukunftsfähig ist nach Auffassung des Selmer Bürgermeisters Thomas Orlowski alleine eine moderne Glasfaserinfrastruktur“, so der Stadtsprecher. Sollte der Ausbau nicht zustande kommen, sei die Chance auf einen Ausbau im innerstädtischen Bereich voraussichtlich auf Jahre vertan. Die Stadt sei deshalb im Austausch mit Westenergie, um zu sehen, ob ein Ausbau sich zu einem späteren Zeitpunkt realisieren lasse.

Und wie sieht es denn bei den städtischen Gebäuden selbst aus? „Die überwiegende Zahl der kommunalen Gebäude ist bereits beziehungsweise wird noch mit Glasfaseranschlüssen versorgt“, erklärt Woesmann dazu. Zu nennen seien hier beispielsweise alle Schulgebäude, die Stadtverwaltung, die Volkshochschule, Sportanlagen und die Feuerwehrhäuser.

Informationen zum Thema: Wer sich noch über das Thema Glasfaser informieren möchte, kann das auf der Website www.eon.de/selm tun. Oder unter der Informationshotline 0800-33-000-33
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