Gewalttäter aus der Hooliganszene: Razzien im Ruhrgebiet

Mit Latten und Stöcken gingen im September Vermummte aufeinander zu. Die Spur führte schnell in die Szene gewaltbereiter Fußball-Hooligans. Nun hat es im Ruhrgebiet eine Reihe von Razzien gegeben.

03.03.2020, 13:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Blaulicht an einem Polizeiauto leuchtet. Foto: Patrick Pleul/dpa

Das Blaulicht an einem Polizeiauto leuchtet. Foto: Patrick Pleul/dpa

Fünf Monate nach einer Massenschlägerei von Hooligans in Oberhausen ist die Polizei in NRW mit Razzien gegen die Szene vorgegangen. Am Dienstagmorgen durchsuchten Ermittler 31 Wohnungen von Tatverdächtigen - davon 20 in Oberhausen, wie die Ermittler mitteilten. Weitere Beweismittel wurden Wohnungen in Essen, Bochum, Duisburg und den Kreisen Wesel und Borken sichergestellt. 27 Männer im Alter von 17 bis 25 Jahren wurden angetroffen und erkennungsdienstlich behandelt.

Etwa 100 Vermummte sollen Ende September mit Latten und Stöcken am Bahnhof von Oberhausen-Sterkrade aufeinander losgegangen sein. Sie seien der „Problemfanszene verschiedener Fußballvereine“ zuzuordnen. Angaben zu welchen Fußballclubs sich die rivalisierenden Gewalttäter jeweils zugehörig fühlen, machte die Polizei zunächst nicht.

Insgesamt sei inzwischen mehr als die Hälfte der mutmaßlich beteiligten Schläger identifiziert. Gegen sie laufen Ermittlungen wegen Landfriedensbruch und gefährlicher Körperverletzung. Bereits zwei Wochen nach der Schlägerei hatte es eine Razzia in mehreren Wohnungen von Tatverdächtigen gegeben. Gewaltexzesse werde man konsequent und zeitnah verfolgen, betonte die Polizei.

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