GEW: Maskenpflicht im Unterricht nach den Herbstferien

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) will, dass die Maskenpflicht im Unterricht an allen Schulen in Nordrhein-Westfalen nach den Herbstferien wiedereingeführt wird. Darüber hinaus forderte GEW-Landeschefin Maike Finnern am Dienstag eine Verkleinerung der Lerngruppen beziehungsweise Halbierung der Unterrichtsklassen. Die Herbstferien enden in NRW an diesem Wochenende.

20.10.2020, 11:52 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Das Letzte, was passieren darf, ist dass die Schulen wieder geschlossen werden“, mahnte Finnern. Immerhin gehe aus einer Ende September vom Schulministerium veröffentlichten Umfrage hervor, dass jede vierte Schule in NRW sich nicht in der Lage sehe, die Infektionsschutzstandards einzuhalten. „Hier ist dringend Abhilfe erforderlich.“

Dazu brauche das Land nun ein Stufenkonzept mit klaren Handlungsempfehlungen, wie es etwa für den bayerischen Unterrichtsbetrieb in Pandemiezeiten gelte. „Je nach Infektionsgeschehen gibt es dort abgestufte Maßnahmen vom Regelbetrieb unter Hygieneauflagen über die Maskenpflicht bis zu einem Wechselmodell aus Präsenz- und Distanzlernen“, erklärte Finnern.

Derzeit halte sich die Landesregierung in NRW nicht an Empfehlungen, die das Robert Koch-Institut, gestaffelt nach Corona-Warnstufen, für Schulen veröffentlicht habe, kritisierte Finnern. Auch der Philologenverband hatte zuvor bereits gefordert, die Rückkehr zur Maskenpflicht im Unterricht zu prüfen und ein Stufenkonzept mit einheitlichen Handlungsanweisungen vorzulegen.

Die Landesregierung hat für Lehrer und Schüler bislang keine neuen Vorgaben zum Umgang mit der Pandemie nach den Herbstferien gemacht. Aus dem Schulministerium hieß es auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf lediglich: „Die Landesregierung beobachtet das Infektionsgeschehen in Nordrhein-Westfalen bis zum Ende der Herbstferien sehr genau. Weitere Maßnahmen werden kontinuierlich auf Wirksamkeit und Notwendigkeit geprüft.“

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