Gesundheitsminister: Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollen sich Corona-Test unterziehen

Coronavirus

Wer aus Risikogebieten nach Deutschland zurückkommt, muss eigentlich zwei Wochen in Quarantäne. Doch nicht jeder hält sich dran. Die Politik will die Regeln nun ändern.

Berlin

22.07.2020, 18:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Medizinisches Personal wartet während eines Pressetermins an einer neuen Drive-in-Teststation in der ehemaligen Bayern-Kaserne, die für Corona-Tests für Reiserückkehrer eingerichtet wurde.

Medizinisches Personal wartet während eines Pressetermins an einer neuen Drive-in-Teststation in der ehemaligen Bayern-Kaserne, die für Corona-Tests für Reiserückkehrer eingerichtet wurde. © picture alliance/dpa

Reisende aus sogenannten Risikogebieten im Ausland sollen künftig unmittelbar nach Rückkehr in Deutschland auf das Coronavirus getestet werden. Dazu sollen an Flughäfen Teststellen eingerichtet werden. Eine entsprechende Empfehlung beschlossen die Gesundheitsminister der Bundesländer nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch bei einer Schaltkonferenz. Die Tests seien verpflichtend, hieß es.

Bisher müssen Menschen, die aus stark vom Coronavirus betroffenen Staaten zurückkehren, in Deutschland zunächst 14 Tage in häusliche Quarantäne. Ob sie das tatsächlich immer tun, ist aber fraglich. Deshalb will die Politik hier nachjustieren.

Ungezügelte Partys von Mallorca-Urlaubern sorgten für Schlagzeilen

Weltweit stuft das Robert Koch-Institut (RKI) derzeit den größten Teil der Staaten als Corona-Risikogebiet ein. Keine Quarantänepflicht gilt dagegen für Einreisende aus fast allen EU-Staaten und einigen anderen europäischen Ländern.

Momentan sind viele Deutsche etwa in Spanien, Frankreich, Italien oder Griechenland im Urlaub - Ländern also, die nicht als Risikogebiet eingestuft sind. Gleichwohl kann dort erhöhte Ansteckungsgefahr mit Sars-CoV-2 bestehen. Zuletzt hatten ungezügelte Partys von Urlaubern ohne Maske und Abstand auf Mallorca für Schlagzeilen gesorgt und auch die Politik aufgeschreckt.

RND

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