Geldversorgung: Für Risikopatienten bieten Werner Banken in Ausnahmefällen Bargeld-Bringservice

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Alte und kranke Menschen sollten wegen des Coronavirus besser nicht das Haus verlassen. Aber wie versorgt man sich dann mit Lebensmitteln, wenn einem selbst das Bargeld im Haus fehlt?

von Leandra Stampoulis

Werne

, 20.03.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gerade jetzt sollten Personen, die zur Risikogruppe zählen, besonders aufpassen und zu Hause bleiben. Doch wer kauft dann für sie ein? Als Alternative zu Lieferdiensten und Angehörigen haben einige Werner unter anderem bereits zur „Nachbarschaftshilfe“ aufgerufen. Doch nun steht die Frage im Raum: Wie sollen die „Kunden“ die Ware eigentlich bezahlen, wenn sie theoretisch doch auch auf den Weg zum Bankinstitut verzichten sollten? Geht ihnen das Bargeld zuhause aus, könnte das also zum Problem werden. Nicht jeder nutzt schließlich Online-Banking.

Auch die Organisation „Alle gemeinsam, keiner einsam“ hat sich diese Frage gestellt: „Noch ist es nicht so weit gekommen, aber auch dafür werden sich Lösungen finden“, sagt Martin Pausch, der zur Organisation gehört. Er ist optimistisch und sich sicher: „Keiner wird verhungern.“

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Notfall-Geldversorgung ist geregelt

Auf Anfrage unserer Organisation heißt es auch von Seiten der Werner Banken, dass es in Notfällen definitiv Hilfe gebe. „Wir bieten gegen Entgelt einen Lieferdienst in absoluten Ausnahmefällen an“, sagt Barbara Thöne von der Sparkasse. Per Telefon können sich die Kunden melden und einen Service beantragen. Ein Mitarbeiter würde dann das Geld persönlich beim Kunden vorbeibringen, so Thöne.

Außerdem fügt sie hinzu, dass eine gute Organisation innerhalb der Familien durch Verfügungsberechtigungen der Kinder über die Konten der Eltern in der Regel jedoch gewährleistet sei.

Anfragen für den Geld-Lieferservice per Telefon

Auch Philipp Gärtner von der Volksbank betätigt diese Beobachtung. „Wenn es jetzt aber zu Geldnotfällen wegen einer eventuellen Ausgangssperre kommt, stehen wir mit einem Bringservice parat. Wir bieten einen solchen Service für unsere Kunden kostenlos an. Eine Anfrage nehmen wir telefonisch und mit der nötigen Legitimation entgegen.“

Anfang der Woche hatte Kay Hirschhäuser aus Werne zur Nachbarschaftshilfe aufgerufen. Er findet es „super“, dass sich die Banken für die Werner Bürger einsetzen.

In den letzten Tagen hat er mit einem Bekannten den Hashtag #coronanachbarschaftshilfewerne ins Leben gerufen. Darüber können sich Menschen in den sozialen Netzwerken wie Twitter über neue Aufträge austauschen.

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