Geisel lässt umstrittenes Farid-Bang-Video löschen

Nach einem Proteststurm hat Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) ein Video mit dem Skandal-Rapper Farid Bang von den Social-Media-Kanälen der Stadt löschen lassen. Damit folge er dem Willen der Ratsfraktionen, teilte Geisel am Dienstag auf Facebook mit. „Bei aller - berechtigten - Kritik an der Person von Farid Bang sehe ich keinen Anlass für eine Entschuldigung“, betonte der Oberbürgermeister, der bei den Kommunalwahlen im September sein Amt verteidigen will.

28.07.2020, 18:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) spricht bei einer Pk über das Video mit dem umstrittenen Rapper Farid Bang, das ein Appell an die Jugendlichen der Landeshauptstadt sein sollte, sich an die Corona-Abstandsregeln zu halten. Foto: Roberto Pfeil/dpa/Archiv

Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) spricht bei einer Pk über das Video mit dem umstrittenen Rapper Farid Bang, das ein Appell an die Jugendlichen der Landeshauptstadt sein sollte, sich an die Corona-Abstandsregeln zu halten. Foto: Roberto Pfeil/dpa/Archiv

Geisel hatte am vergangenen Mittwoch einen Videoclip der Stadt veröffentlichen lassen, in dem der Düsseldorfer Rapper feiernde junge Leute in der Altstadt zum Respekt vor den Corona-Regeln ermahnt. Farid Bang steht wegen frauenfeindlicher, gewaltverherrlichender und antisemitischer Texte in der Kritik. Der Clip, mit dem Geisel vor allem junge Männer mit Migrationshintergrund ansprechen wollte, wurde quer durch die Parteien und auch von der jüdischen Gemeinde kritisiert.

Es gebe in der Stadtgesellschaft einen breiten Konsens darüber, dass sich die Probleme in der Altstadt und am Rheinufer nicht alleine mit polizeilichen Mitteln lösen ließen, sagte Geisel. Einen wirklich überzeugenden Vorschlag habe er dazu nicht gehört. Zwar finde auch er die Texte von Farid Bang teilweise widerwärtig. Allerdings habe der Rapper auch großzügige Spenden von Schutzmasken an zahlreiche karitative und städtische Einrichtungen geleistet, die auch „dankbar angenommen wurden“, so Geisel.

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