Gegendemo setzt deutliches Zeichen gegen Grundgesetz-Meditierer in Lünen

dzViel mehr Teilnehmer

Mit deutlich mehr Teilnehmern zeigte eine stille Demonstration am Samstagauf dem Marktplatz ihren Protest gegen die „Corona-Meditation“. Bei den „Corona-Kritikern“ nahm das Interesse ab.

Lünen

, 13.06.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nur noch rund 10 Menschen kamen am Samstagnachmittag (13.6.) ab 15.30 Uhr zur „Meditation für das Grundgesetz“. Das Interesse auf der Gegenseite war deutlich höher. Statt der 30 angemeldeten kamen rund 60 Lünerinnen und Lüner zusammen. „Mit Abstand und Anstand gegen Verschwörungstheorien und Rechtsextremismus“, so hatten die Organisatorinnen Teresa Kleine-Frauns und Emely Otto die Veranstaltung angekündigt.

Die Gegen-Demo war unter anderem eine Reaktion darauf, dass am vergangenen Wochenende bei den „Corona-Kritikern“ ein Vertreter des mittlerweile aufgelösten rechtsextremen AfD-Flügels unwidersprochen reden durfte.

Keine Redebeiträge an diesem Samstag

Von Reden konnte an diesem Samstag jedoch keine Rede sein, wenn man den „Brunftschrei“ eines offenbar extrovertiert meditierenden Teilnehmers mal außen vor lässt. Der Mann kam offenbar zufällig vorbei, trug schließlich aber auch ein Grundgesetz-T-Shirt wie die wenigen anderen Menschen. Öffentlich sprach niemand.

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Die Reihen der Gegen-Veranstaltung waren bunt gemischt: Da standen junge Leute, Familien, Vertreter der Parteien - unter anderem hatte die SPD auf ihrem Programm-Parteitag vorher dazu aufgerufen. Auch Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns stand bei den Protestierenden, die sich fein säuberlich mit Maske auf die auf dem Boden markierten Plätze stellten. Viele hatten Plakate mitgebracht, sprachen sich darauf gegen Rassismus und Rechtsextremismus aus.

Positiv überrascht über den regen Zulauf zeigte sich Anmelderin Emely Otto: „Wir hatten nicht damit gerechnet und sind deshalb sehr zufrieden.“

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