Schulministerin: Möglichst viel Präsenzunterricht nach Sommerferien

Coronavirus

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer strebt nach den Sommerferien wieder möglichst viel Präsenzunterricht an. Auch die Verbände wollen den Fokus aufs nächste Schuljahr legen - und kein kurzfristiges Umplanen.

Düsseldorf

29.05.2020, 18:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer strebt für das kommende Schuljahr einen regulären Schulbetrieb an.

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer strebt für das kommende Schuljahr einen regulären Schulbetrieb an. © picture alliance/dpa

NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer will Schülern nach den Sommerferien wieder möglichst viel Unterricht in den Klassenräumen ermöglichen. Ihr Ziel sei es, dann „in einen regulären Schulbetrieb mit möglichst viel Präsenzunterricht zurückzukehren“, sagte die FDP-Politikerin dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Das Ministerium sei mit allen Akteuren - Lehrern, Eltern, Schülern, Schulleitungen und -trägern und auch Gewerkschaften - im Gespräch, um das „in gemeinsamer Verantwortung auf den Weg zu bringen“.

Für die 2,5 Millionen Schüler in NRW war nach längerer Corona-Zwangspause vor einigen Wochen wieder nach und nach tageweise der Präsenzunterricht aufgenommen worden. Mehrere Verbände forderten am Freitag in einem gemeinsamen Positionspapier, die Anstrengungen nun vor allem auf das nächste Schuljahr zu konzentrieren.

Viel Personal nötig

Es brauche zügig „tragfähige und gangbare Pläne“ für die Zeit nach den Sommerferien. Bis dahin solle es bei dem vereinbarten Mix aus Präsenzunterricht und Distanzlernen bleiben. Eine kurzfristige Umplanung würde Unruhe verursachen, betonten Gewerkschaften, Lehrer-, Schüler- und Elternverbände. Es gebe Befürchtungen, dass von den Planungen möglicherweise abgewichen werden solle.

Um nach den Ferien in größerem Umfang Unterricht in den Klassenräumen anbieten zu können, braucht es aber auch entsprechend viel Personal. Vor einigen Tagen hatte Gebauer angekündigt, dass ältere oder vorerkrankte Lehrer nach den Sommerferien nicht mehr grundsätzlich vom Unterricht in den Klassenräumen ausgenommen werden sollen.

Den Kurswechsel hatte sie mit neuen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts begründet, die keine grundsätzlichen Einsatzbeschränkungen für bestimmte Altersgruppen oder Vorerkrankungen vorsehen. Das Schulministerium wies darauf hin, dass die neue Regelung für den Lehrkräfte-Einsatz ab dem 3. Juni gelte.

dpa

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