Gebauer: Bei Ausbruch nicht „reflexhaft“ Schulen schließen

Bei regionalen Corona-Ausbrüchen sollten nach Ansicht von NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer nicht immer „reflexhaft“ die Schulen geschlossen werden. Wenn es regionale Infektionen gebe, müsse man darauf „gezielt“ reagieren, sagte die FDP-Politikerin dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Freitag-Ausgabe). „Es kann allerdings nicht sein, dass die Entscheidungsträger vor Ort reflexhaft als erste und einzige Maßnahme immer sofort Kitas und Schulen schließen, wenn es im Umfeld von Schule Corona-Fälle gibt“, so Gebauer. „Da wünsche ich mir eine differenzierte Betrachtungsweise - und keinen Aktionismus zu Lasten unserer Kinder.“

26.06.2020, 06:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) nimmt an einer Pressekonferenz teil. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) nimmt an einer Pressekonferenz teil. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Wegen des Corona-Ausbruchs beim Fleischproduzenten Tönnies sind seit Donnerstag die Schulen im Kreis Warendorf geschlossen. Im benachbarten Kreis Gütersloh sind sie schon seit einigen Tagen zu.

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