Gartencenter Augsburg leidet unter B236-Baustelle: „Wir sind noch da!“

dzB236-Ausbau

Seit knapp sechs Wochen wird auf der Hörder Straße gebaut. Darunter leidet vor allem das Gartencenter Augsburg – die Einfahrt ist kaum noch zu sehen und wechselt auch ständig ihre Position.

Schwerte

, 16.06.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Man muss total in die Eisen gehen und dann im rechten Winkel abbiegen. Vorher sieht man die Einfahrt gar nicht.“ Noch während Barbara Schilling erklärt, was an der Einfahrt zum Gartencenter Augsburg falsch läuft, führt ein Kunde genau das vor: In seinem Auto kommt er aus Richtung Dortmund die Hörder Straße herunter, hat die Einfahrt zwischen allen Absperrungen und Barken fast zu spät gesehen, bremst und poltert in letzter Sekunde über den Schotter auf den Parkplatz.

Unübersichtlich ist es gerade an der Einfahrt zum Gartencenter, oben an der A1-Auffahrt in Richtung Köln. Also da, wo seit rund sechs Wochen die B236 ausgebaut wird. Und genau die erste Bauphase trifft das „Augsburger“ ziemlich hart.

„Uns haben auch schon Kunden angerufen, ob wir überhaupt geöffnet haben. Überall am Gelände stehen Absperrungen. Der Asphalt ist aufgerissen. Die Einfahrt wandert gefühlt wöchentlich woanders hin. Natürlich sieht das blöd aus. Aber ja, wir sind noch da“, sagt Schilling, bei Augsburg zuständig für Marketing und Werbung.

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Gartencenter Augsburg leidet unter B236-Baustelle

„Wir freuen uns, dass die Straße gemacht wird. Nur die Baustelle macht es uns schwer“

Auf Straßen.NRW und Deges, die gemeinsam für den Ausbau der Bundesstraße zuständig sind, wolle man aber nicht rumhacken. Im Gegenteil: „Wir freuen uns total, dass nach dieser langen Planungsphase die Straße gemacht wird. In zwei Jahren, wenn hier alles fertig ist, herrschen paradiesische Zustände“, ist sie sich sicher.

Im Detail heißt das: Auf der neuen verbreiterten Hörder Straße können Augsburg-Kunden – denn von der Einfahrt geht es nur rechts raus – an einer neuen Ampelanlage wenden und wieder zurück in Richtung Dortmund fahren.

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Und auch aus Richtung Schwerte kann man dann ganz einfach links auf den Parkplatz abbiegen. „Das hat es 55 Jahre lang nicht gegeben. Die Begrenzungen auf der Fahrbahn fallen durch den Umbau weg. Man hat dann bald nicht mehr diesen elenden Drehverkehr“, so Schilling.

Viel Kundschaft schon weggefallen: Baustellen-Charakter schreckt ab

Nur die Zeit bis dahin müssen die Mitarbeiter um Teamleitung Corinna Schneider jetzt überstehen. „Wir merken ganz deutlich, dass viel Kundschaft weggebrochen ist. Klar, weil die Baustelle abschreckt“, so Schneider. „Der Kunde darf uns nicht vergessen, wir haben nach wie vor zu den gewohnten Zeiten geöffnet.“

Das soll bald auch zusätzlich ein großes Schild signalisieren, das dann an der Einfahrt zum Parkplatz aufgestellt wird. Doch bis es da ist, werden wohl noch einige Tage vergehen.

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Das Team zeigt sich einsichtig: „Wir wussten im Vorfeld, was mit dem B236-Ausbau auf uns zukommen wird. Wir haben guten Kontakt mit Straßen.NRW und werden über alle Maßnahmen informiert und regelmäßig auf dem Laufenden gehalten.“ Noch sei der Kundenverlust überschaubar. Aber die Zeit wird lang. „Die Maßnahme ist für 23 Monate geplant. Anderthalb haben wir schon. Wenn alles nach Plan läuft.“ Und das weiß man eben nie, wenn es um den B236-Ausbau geht.

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