„Party, was ist das?“ - Fynn Kliemann und LEA räumen bei „1Live Krone“ ab

Deutscher Musikpreis

Die „1Live Krone“ gilt seit der Abschaffung des „Echo“ als wichtigster Musikpreis der deutschen Pop-Industrie. Dieses Jahr wurden die Dankesreden allerdings aus dem Home-Office übertragen - gefeiert wurde trotzdem.

Köln

21.11.2020, 19:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bei der «1live Krone». wurden am Samstag die beliebtesten Musikerinnen und Musiker des Jahres gekrönt.

Bei der «1live Krone». wurden am Samstag die beliebtesten Musikerinnen und Musiker des Jahres gekrönt. © picture alliance/dpa

Dem Corona-Blues zum Trotz zeichnete der WDR-Radiosender 1Live am Samstag die beliebtesten Musiker mit der „1Live Krone“ aus. Es gab zwar keine Gala, aber trotzdem viele Live-Acts. Alte Hasen und neue Sterne am Pophimmel gewannen die begehrten Kronen. Seit dem Jahr 2000 werden die „Kronen“ in acht Kategorien durch das Voting der 1Live-Hörer verliehen. Die Preisverleihung gilt als „Deutschlands größter Radio-Award“.

Die gebeutelte Kulturbranche feierte sich nach einem schweren Jahr selbst. Mit Live-Auftritten, Video-Botschaften und Interaktionen mit den Fans in den sozialen Netzwerken wurde trotz der coronabedingten Hygienemaßnahmen versucht, Nähe zu schaffen.

Provinz sind die besten Newcomer 2020

Neben den Dankesreden der Preisträger gab es aber auch musikalische Unterstützung aus dem „Homeoffice“ von vielen Künstlern, unter anderem von Loredana und Clueso.

In der Kategorie „Bester Newcomer“ gewann die Boyband Provinz aus dem baden-württembergischen Vogt. Als „Beste Band“ wurden die Berliner Routiniers Seeed um Peter Fox ausgezeichnet. Giant Rooks aus Hamm gehen leer aus.

Über Gemischtes Hack lachen die 1Live Hörer am lautesten

Als „Beste Künstlerin“ wurde die Musikerin LEA prämiert. Die „Beste Single“ ist nach der Meinung der Hörer „Übermorgen“ von Mark Forster. Mit dem Sieg in der Kategorie „Beste Single“ geriet der Künstler allerdings in eine Zwickmühle. Vorab hatten die ebenfalls nominierten Vize & Tom Gregory angekündigt, im Falle ihres Siegs die Krone an Konkurrentin Zoe Wees abzugeben. Forster, der seinen Preis nun nicht an Wees abgeben wollte, entschied sich für den Kompromiss. Er kündigte an, Zoe Wees seine Krone auch mal halten zu lassen. Den Preis für den „Besten Dance Act“ konnte Felix Jaehn entgegen nehmen.

Als „Bester Comedy Act“ wurde der wöchentliche Podcast „Gemischtes Hack“ von dem Comedian Felix Lobrecht und Tommi Schmitt ausgezeichnet. „Bester Künstler“ ist laut 1Live der Allrounder und Musiker Fynn Kliemann, „Bester Hip-Hop Act“ ist zum wiederholten Male Kontra K. Laut 1Live sei das keine Überraschung: „All seine Alben erreichten Gold-Status und seine Tracks hielten sich wochenlang in den Charts.“

Corona-Sorgen und Rassismus werden nicht ausgeblendet

Auch ernstere Töne wurden während der traditionell lockeren und jungen Veranstaltung angeschlagen. Etliche Künstler und Veranstalter meldeten sich zu Wort und erzählten, wie schwer es ihnen in der Corona-Zeit geht. NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart diskutierte mit Vertretern der Branche.

Über das Thema Rassismus unterhielten sich Teilnehmer einer Gesprächsrunde am Beispiel der Black Lives Matter-Bewegung. Zum besten Newcomer wurde die Band Provinz auserkoren. Moderator Andreas Bursche hatte aber direkt eine Frage zu ihrem Musiktext. „Ihr singt von „Partys“ - was ist das, ist das so ein Jugendwort? Erklär‘ mal.“ Lange ist es her.

dpa/pst

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Fitness-Video Teil 6
Fit mit Caro – diesmal ist die Bein- und Gesäßmuskulatur an der Reihe
Meistgelesen