Auch Revierderby Dortmund gegen Schalke ohne Publikum

In Nordrhein-Westfalen kommt es zu den ersten sogenannten Geisterspielen in der Fußball-Bundesliga. In Mönchengladbach und in Dortmund dürfen die Derbys gegen Köln und Schalke nur ohne Publikum stattfinden. Weitere Verfügungen in anderen Städten dürften folgen.

10.03.2020, 12:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auch das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 in der Fußball-Bundesliga an diesem Samstag darf nur ohne Publikum stattfinden. Das entschied die Stadt Dortmund am Dienstag wegen der der rasanten Ausbreitung des Coronavirus. Zuvor hatte bereits die Stadt Mönchengladbach verfügt, das Rheinderby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln an diesem Mittwoch (18.30 Uhr) nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden zu lassen.

Es wird erwartet, dass kurzfristig auch weitere Kommunen in Nordrhein-Westfalen entsprechende Entscheidungen treffen. Dies sehe der Erlass des Landesgesundheitsministers vor, der den Städten keinen Ermessensspielraum mehr lasse, sagte Dortmunds Oberbürgermeister Ulrich Sierau (SPD). NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte angekündigt, den Empfehlungen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nachkommen zu wollen. Spahn hatte angeregt, Veranstaltungen ab einer Größe von 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bis auf weiteres abzusagen.

Der BVB muss bereits am Mittwoch sein Champions-League Spiel bei Paris Saint-Germain ohne Publikum austragen. „Ein Spiel ohne Zuschauer ist leider nicht angenehm für beide Mannschaften. Niemand weiß, ob das die richtige Entscheidung für den Fußball ist“, sagte BVB-Trainer Lucien Favre am Dienstag vor der Abreise nach Paris.

Auch Dortmunds Sportchef Michael Zorc sieht noch Diskussionsbedarf. „Das ist alles noch nicht zu Ende gedacht“, sagte Zorc. Den Einnahmeausfall bei einem Heimspiel ohne Zuschauer bezifferte er auf mindestens drei Millionen Euro.

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